Faymann: Förderung sichert hochqualitative leistbare Wohnungen

Dachgleichenfeier Wiedner Hauptstraße 135

Wien (OTS) - Gegen Pläne zur Kürzung der Wohnbauförderungsmittel durch die Bundesregierung sprach sich Wohnbaustadtrat Werner Faymann anlässlich des Dachgleichenfestes Wiedner Hauptstraße 135 aus. Das würde das Ende von qualitativ hoch stehenden Wohnungen zu leistbaren Preisen bedeuten und es würde überdies auch die Lebensqualität ganzer Stadtteile verringern. Denn die Stadt Wien fördert innerstädtische Neubauprojekte nicht nur wegen der dort bereits vorhandenen Infrastruktur, sondern auch, um Stadt- und Bezirksteile neu zu beleben und aufzuwerten. Fast zwei Drittel aller geförderten Neubauprojekte liegen deshalb bereits im innerstädtischen Gebiet. Neben einer guten Verkehrsanbindung mit Einkaufsmöglichkeiten, Schulen usw. in der Nähe sind aber gerade im dichtverbauten Wohngebiet Pflanzen und Grünraum sehr wichtig für die Lebensqualität. Das gilt besonders für Margareten, das bei einer Gesamtfläche von 130 Hektar nur knapp zehn Hektar Parkanlagen und Wiesen aufweist. Eine wirkungsvolle Verbesserung dieses Grün-Defizits bietet die architektonische Gestaltung von Wohnhäusern mit möglichst viel Grünraum und Pflanzen, wie dies in der Wiedner Hauptstraße 135 der Fall ist. Die "hängenden Gärten, Laubengänge, die begrünte Gemeinschaftsterrasse und der Gartenhof bieten den 180 Familien, die hier zukünftig wohnen werden, eine grüne Wohnumgebung trotz innerstädtischer Lage. "Intelligente architektonische Lösungen zur Hebung der Lebensqualität der Bewohner vereinen die Vorteile der zentralen Lage mit den Vorteilen eines angenehmen Wohnklimas", stellte Wohnbaustadtrat Werner Faymann fest.****

Das Projekt Wiedner Hauptstraße 135

Auf dem Grundstück in der Wiedner Hauptstraße 135 / Schusswallgasse 4 / Hollgasse 1-7 in Wien Margareten wurde im Oktober 2000 der Grundstein für eines der außergewöhnlichsten, innerstädtischen gemischten Wohnbauprojekte gelegt. Multifunktionalität und Durchmischung bilden die thematische Klammer des Gesamtprojektes: 180 geförderte und freifinanzierte Eigentumswohnungen, zahlreiche Büro- und Geschäftsflächen sowie eine Turnhalle der Stadt Wien sind die Eckdaten des größten innerstädtischen, zur Gänze neu errichteten Objektes. Nach 22 Monaten Bauzeit ist der höchste Punkt des Projektes - der Bauteil II mit 45 Metern Höhe - errichtet.

o Bauteil I: Architekt Prof. Rüdiger Lainer
Adresse: Schusswallgasse 4
Übergabe Ende 2002

In diesem Bauteil wurde der gründerzeitliche Gedanke des nutzungsneutralen Grundrisses aufgegriffen: keine vordefinierten Wohneinheiten, sondern typologische Grundrisse, die sich mit einem Höchstmaß an Variabilität ihren Bewohnern anpassen. "Hängende Gärten", die diesen Bauteil an zwei Seiten umrahmen, symbolisieren die Integration von Natur in einem urbanen Lebensraum und sorgen neben unverwechselbarer Stimmung für eine Verbesserung des Umfeldes. Dahinter befinden sich Laubengänge, die der Erschließung der Wohneinheiten, teils über Brücken und teils über Nester, dienen. Sämtliche Wohnungen verfügen gartenhofseitig über großzügige Fensteröffnungen mit vorgelagerten "japanischen Gärten". Im 6. von insgesamt 13 Obergeschossen befindet sich eine Gemeinschaftsterrasse.

o Bauteil II : Architekten DI Cornelia Schindler und DI Rudolf Szedenik (s&s)
Adresse: Wiedner Hauptstrasse 135 u. Hollgasse 5-7
Übergabe Sommer 2003

Die Konzeption dieses Eckbauteils ist so angelegt, dass mehrere differenzierte Baukörper in Erscheinung treten: zwei Sockelgeschosse, die Terrassierung zum Bauteil Schusswallgasse, ein zweigeschossiger Riegel in Ebene 6 und 7 an der Front Wiedner Hauptstraße, der markante zurückspringende Turm, die Bebauung Hollgasse durch zwei verglaste Sichtschlitze herausgelöst. Dieser Bauteil dient ab dem 3. Sockelgeschoss einer ausschließlichen Wohnnutzung, in der ein kommunikatives, urbanes Leben stattfindet.
Teil des Planungskonzeptes ist das große, hochwertige Angebot an gemeinsamen Frei- und Grünräumen. In der Ebene 6 und 8 stehen allen Bewohnern intensiv begrünte Dächer zur Verfügung. Diese Gründächer ermöglichen durch ihre differenzierte Gestaltung und Bepflanzung verschiedenartige Nutzungen. Das Wohnungsangebot ist vielfältig, was deren Lage, Orientierung und Grundrisse betrifft. Individuelle Freiräume wie Loggien, Balkone, Terrassen oder Wintergärten sind allen Wohnungen zugeordnet.

o Bauteil III: Architekten DI Bettina Götz und DI Richard Manahl (artec)
Adresse: Hollgasse 1
Übergabe Herbst 2003

Das Architektenteam Artec hatte in der Planung eine sensible Aufgabe zu erfüllen, die exemplarisch gelöst wurde. Die Front zum Gürtel hin schiebt sich als beschützender Riegel vor den Wohnteil in der Hollgasse, der dadurch noch stärker mit den benachbarten Bauteilen verbunden wird. Die Erschließung der hauptsächlich dem Garten zugewandten Wohnungen erfolgt über Laubengänge und Brücken. Durch eine Reduktion des tragenden Wandsystems ist es gelungen, besonders flexible Grundrisse anbieten zu können, sodass Änderungen auch nachträglich und kostengünstig durchführbar sind. Alle Wohnungen verfügen über private Freiräume wie Loggien oder Veranden, den Maisonettetypen sind Terrassen zugeordnet. Zur allgemeinen Ausstattung des Projektes gehören eine Dachterrasse ebenso wie eine Sauna mit Entspannungsbereich .

Margareten blüht auf - Grünraumqualität in einem urbanen Bezirk

Grünräume in jeglicher Form bedeuten Lebensqualität für die Bewohner. Unter dieser Prämisse wurden zahlreiche Maßnahmen gesetzt, um das Projekt zu einem wertvollen Lebensraum in einem urbanen Gebiet zu machen. Die hängenden Gärten am Bauteil I sind ein weithin sichtbares Zeichen dieser Bemühungen. Neben individuellen Freiräumen für alle Wohnungen wie Loggien, Terrassen und Eigengärten bieten sich den Bewohnern zahlreiche - zum Teil begrünte - Gemeinschaftsbereiche an: eine ca. 300m2 große, begrünte Terrasse befindet sich im 8. Obergeschoss des Bauteiles II und bietet spektakuläre Ausblicke über Wien.
Zusätzlich steht den Bewohnern ein großer, terrassierter Gartenhof im Zentrum des Projektes zur Verfügung, der mit mehr als 2.000m2 Fläche sicherlich zu den größten innerstädtischen, privaten Gartenanlagen zählt.

o Infrastruktur

Der Bezirk verfügt über eine hervorragende Infrastruktur. Zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten bietet die nahe Reinprechtsdorfer Straße sowie die Wiedner Hauptstraße, die durch die Bemühung der Bezirksvorstehung einer Neugestaltung entgegensieht. Schulen, Kindergärten, Schwimmbad und die VHS-Stöbergasse sind ebenfalls in kurzer Zeit erreichbar. Eine weitere Verbesserung der ohnehin sehr guten Infrastruktur ist durch das Projekt selbst zu erwarten: in den beiden unteren Geschossen befinden sich ein großer Supermarkt (Bauteil II) sowie weitere Geschäfte und eine Sporthalle der Stadt Wien. Die Verkehrsanbindung kann aufgrund des nahen Matzleinsdorfer Platzes (S- und U-Bahn) sowie der Linien 62, 68, 8 und 14a als hervorragend bezeichnet werden.

o Ökologie

Die Errichtung dieses Standard-Niedrigenergiehauses erfolgt unter Berücksichtigung ökologischer Gesichtspunkte wie der weit gehenden Vermeidung von PVC, Verzicht auf lösemittel- bzw. schwermetallhaltige Baustoffe, Nutzung von passiver Sonnenergie durch Baukörpergestaltung sowie einer umweltfreundlichen Baustellenlogistik (Transport der Fertigteile per Bahn).
Die Qualität der Wohnungen wird durch das unabhängige "Österreichische Institut für Baubiologie und -ökologie" (kurz IBO) im Mischek Ökopass bestätigt. Der Mischek Ökopass als erstes Gebäudebewertungssystem Österreichs bietet den zukünftigen Bewohnern vorab die Sicherheit, eine unter ökologischen Gesichtspunkten errichtete Wohnung zu besitzen.

o Kosten und Förderung

Die Stadt fördert die Errichtung dieser Eigentums-Wohnungen mit insgesamt 4,9 Millionen Euro. Die Gesamtprojektkosten liegen bei 24 Millionen Euro.

rk-Fotoservice: http://www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) gmp

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