Kärnten: Vergessenes Handwerk neu erlebt

Erster Handwerker-Almkirchtag am Hochrindl - LH Haider erhielt höchste Auszeichnung für Trachtenpflege

Klagenfurt (LPD) - Altes und traditionelles Handwerk konnte heute auf der Kärntner Hochrindl bei Sirnitz beim ersten Handwerker-Almkirchtag neu erlebt werden. Korbflechter, Lebzelter, Schmiede, Schuster, Schneider, Spinner, Töpfer und Teppichweber gaben den Besuchern ebenso Einblick in ihre Handwerkskunst wie die Schindl-und Zaunrantnkliaber und Zaunringbrater. Landeshauptmann Jörg Haider wurde im Rahmen der Veranstaltung mit der "Goldene Trachtennadel" ausgezeichnet. Wie der Chef des Kärntner Heimatwerkes, Wolfgang Lattacher, betonte, sei das die höchste Auszeichnung aller europäischen Heimatwerke für hervorragende Leistungen in der Trachtenpflege.

Die "Goldene Trachtennadel" wird nur selten vergeben, so Lattacher. In den 50 Jahren seit bestehen des Kärntner Heimatwerkes wurden erst fünf Personen damit ausgezeichnet. Wie Lattacher sagte, habe sich Landeshauptmann Jörg Haider um die Trachten- und Brauchtumspflege sehr verdient gemacht. Genannt seien in diesem Zusammenhang die Kärntner Brauchtumsmesse, das Landestrachtenarchiv, das Landestrachtenbuch oder die Chorakademie in Ferlach zur Pflege alten Liedgutes. Wie Haider selbst betonte gehe es ihm darum, in Zeiten der Globalisierung, Technisierung und moderner Kommunikationsmittel nicht auf die alten Traditionen und Wurzeln zu vergessen.

Der erste Handwerker-Almkirchtag am Hochrindl bot jung und alt Spass und Gemütlichkeit wie anno dazumal. Auch der alte Brauch des Gassenkegelns wurde wieder neu entdeckt. Für das leibliche Wohl sorgte die Wirtegemeinschaft Hochrindl-Sirnitz-Deutsch Griffen mit Kirchtagssuppe, Ritschert, gekochtem Rindfleisch, Polsterzipf und Äpflmuas. Nach der Feldmesse wurde aufgetanzt und gesungen. Eine besondere Attraktion für Kinder war der Streichelzoo. Nach dem Erfolg des heutigen Tages soll der Almkirchtag am "Bartlmaitag" auf der Hochrindl auch im nächsten Jahr seine Fortsetzung finden.

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