profil: Vranitzky: Grasser soll Maastricht-Spielraum nutzen

Altkanzler für Steuerreform und "mehr Staat" in Krisenzeiten

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" spricht sich Ex-Bundeskanzler Franz Vranitzky dafür aus, dass Finanzminister Karl Heinz Grasser angesichts der schlechten Wachstumsprognosen den ihm zur Verfügung stehenden Spielraum bei der Neuverschuldung nützt: "Ich halte die 3-%-Richtschnur gemäß der Maastricht-Kriterien für vertretbar."

Gleichzeitig spricht sich Vranitzky für eine Steuerreform aus, die die Massenkaufkraft hebt. Die Regierung dürfe angesichts der schlechten Konjunkturprognosen und der steigenden Arbeitslosen-Zahlen nicht untätig auf den Aufschwung warten.

Vranitzky spricht sich in den "profil"-Interview auch dafür aus, dass der Bundespräsident nach der nächsten Nationalratswahl den Vorsitzenden der stärksten Partei mit der Regierungsbildung beauftragt. Bundespräsident Klestil hatte in den vergangenen Wochen nicht ausgeschlossen, dass er von dieser Praxis abgehen könnte, sollten sich zwei andere Parteien bei entsprechender Mehrheit im Parlament nach der Wahl zu einer Koalition finden.

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