ÖH: Sollen StudentInnen endgültig finanziell ausgehungert werden?

Vorschlag des IHS (Institut für Höhere Studien) stößt bei der ÖH auf blankes Entsetzen

Wien (OTS) – In einem Artikel der Salzburger Nachrichten vom 22.8.2002 (Seite 13) ist von einem Vorschlag des IHS zu lesen, der eine Abschaffung der Familienbeihilfe ab 18 vorsieht. Mit der "bunten Ideensammlung" (SN) werfen Helmut Kramer und Bernhard Felderer (beide IHS) den letzten Rettungsanker für die Nulldefizit-Fetischisten, wobei einmal mehr keinerlei Rücksicht auf sozial schwächere Bevölkerungsgruppen genommen wird. Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) spricht sich vehement gegen dieses absurde Ansinnen aus, die blau-schwarze Treffsicherheit der Regierung hat den StudentInnen schon Studiengebühren beschert, nun soll eine weitere Kürzung der finanziellen Mittel der StudentInnen bevorstehen.****

Laut dem Bericht zur sozialen Lage der Studierenden aus dem Jahr 1999 stehen einer Studentin/einem Studenten im Monat rund 650 Euro zur Verfügung, die Armutsgrenze liegt bei rund 630 Euro. Die StudentInnen hätten, würde diese schwachsinnige Idee in die Realität umgesetzt, mit einem weiteren Einkommensentzug von 22,5 % (EUR 146 Familienbeihilfe) bis 26,3 % (EUR 171 Familienbeihilfe) zu rechnen. Jede andere Berufsgruppe würde bei einem derart drastischen finanziellen Einschnitt sofort auf die Barrikaden steigen. "Die Herren haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Wir StudentInnen sind zwar nicht gewerkschaftlich organisiert, aber wir lassen uns sicher nicht überfahren", zeigte sich ÖH-Vorsitzende Anita Weinberger in einer ersten Stellungnahme empört. "Auch die Flut-Opfer würde eine Streichung der Familienbeihilfen ab 18 enorm treffen. Die Katastrophen-Politik der Regierung führt sich selbst endgültig ad absurdum", so Weinberger weiter. Die ÖH-Vorsitzende Weinberger kündigte im Fall einer Umsetzung der unsozialen Maßnahme massive Gegenwehr an.

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