Mitterbauer: Beste Köpfe und Vernetzung für Innovation

IV-Präsident Peter Mitterbauer präsentiert im Rahmen der Alpbacher Technologiegespräche vier strategische Säulen als Antworten auf die Frage "Why did the best win?" und fordert einen "Partner Staat" statt "Vater Staat"

Alpbach (PdI) DI Peter Mitterbauer schickt seinen Ausführungen im Rahmen der Diskussion zur Eröffnung der Alpbacher Technologiegespräche ein persönliches Credo voraus: "Nur wer die besten Köpfe hat, gewinnt", ist er überzeugt. "Standorte und Unternehmen befinden sich längst im war for talents. Österreich muss seine gute Position international verteidigen."
Für ihn ist entscheidend, dass noch mehr in Qualifikation investiert wird und Unternehmen jene Schlüsselkräfte aus dem nahen Ausland anwerben können, die am heimischen Arbeitsmarkt nicht verfügbar sind, "dafür brauchen wir auch ein flexibles Fremdenrecht".
Vier Kernbereiche stellen seiner Ansicht nach die Säulen einer erfolgreichen Strategie für die Standortpolitik dar:
Technologieführerschaft, Kundenorientierung, globale Präsenz und eine lernende Organisation.

"Primär braucht ein Hochlohnland wie Österreich Innovationsführerschaft. Eine gute Standortpolitik muss die Rahmenbedingungen schaffen, damit Innovation möglich ist", so Mitterbauer, für den Bayern und Schweden als Vorbilder gelten. Leistung und Innovation müssten sich allerdings lohnen. Es ist notwendig, vor allem die innovationspolitischen Initiativen fortzusetzen. "Unternehmen reinvestieren Gewinne. Auch der Staat muss seine Ausgabenstrukturen hin zu investiven Ausgaben - wie in Infrastruktur und Innovation - verändern."

Aus Vater Staat muss der Partner Staat werden:

Aus einem einstmals strikt hierarchisch geprägten Verhältnis zwischen Staat und Untertanen müsse ein partnerschaftliches Miteinander zwischen Staat und Bürgern werden. "Der Staat soll endlich für die Bürger da sein, Kundenorientierung muss auch für die öffentliche Hand gelten", verlangt Mitterbauer.

In Bezug auf die globale Präsenz legt Mitterbauer ein klares Bekenntnis zum Freihandel ab: "Wer ökonomisch international besser vernetzt ist, wächst schneller. Wenngleich der Freihandel in jüngster Vergangenheit immer wieder in den Mittelpunkt der Kritik gerückt und attac(k)iert wurde, so gibt es an David Ricardos Außenhandelstheorem nichts zu rütteln. Mehr Freihandel produziert mehr Wohlstand -während Abschottung Wohlstand verhindert."

Globale Präsenz heiße aber auch für die Politik globales und europäisches Denken jenseits des heimischen Tellerrands. Für die vierte Säule - die lernende Organisation - fordert Mitterbauer politisches ‚Reengineering': "Standorte brauchen permanente Reformen und mittelfristige Strategien. Die Neuausrichtung und Modernisierung Österreichs muss nachhaltig sein. Eine verantwortungsvolle Politik muss strategische Ziele setzen und diese ohne Schielen auf Wahltermine verfolgen."

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