- 21.08.2002, 12:25:33
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Der Tourismus in Tschechien nach dem Hochwasser
Aktuelle Situation
Wien (OTS) - Wie auch in Österreich, Deutschland und anderen
mitteleuropäischen Ländern, waren auch in Tschechien viele Gebiete
von der Hochwasserflut der letzten Tage und Wochen betroffen. Neben
dem menschlichen Leid der Bevölkerung waren auch die Auswirkungen auf
den Tourismus enorm. Insbesondere in Südböhmen und entlang der Flüsse
Moldau und Elbe sowie in der Hauptstadt Prag kam es zu Überflutungen
unerwarteten Ausmaßes.
Mittlerweile kehrt in weiten Teilen des Landes wieder Normalität
ein, auch in den touristischen Gebieten. Einzig die Verbindung
nördlich von Prag Richtung Deutschland ist teilweise noch
unterbrochen. Ansonsten sind alle Städte und Sehenswürdigkeiten offen
und ungehindert zugänglich, der Ausnahmezustand in Prag und den
anderen Regionen wurde überall aufgehoben. Für die rasche Behebung
der Hochwasserfolgen etwa in Budweis, Krumau oder Prag gebührt der
Dank nicht nur den jeweiligen Stadtverwaltungen, sondern auch der
großartigen Hilfe, auch aus Österreich. Obwohl selbst im eigenen Land
schwer betroffen und im Dauereinsatz, zögerten Hilfsmannschaften
nicht, grenzüberschreitende Nachbarschaftshilfe in beide Richtungen
zu leisten.
Derzeit sind wieder alle Grenzübergänge von Österreich nach
Tschechien offen, die Autobahnen und Hauptverkehrsstraßen ungehindert
passierbar. Auch sämtliche Zugsverbindungen auf den Hauptstrecken
sind in Betrieb, mit Ausnahme der Verbindung von Prag nach Dresden.
Auf einzelnen Nebenstraßen und Nebenlinien der Bahn kann es noch zu
Behinderungen kommen. Den aktuellsten Stand der Verkehrsverbindungen
in Tschechien erfährt man über die Hotline des Tschechischen
Automobilclubs UAMK auch in deutscher und englischer Sprache (kein
Tonbanddienst): 00420/2/611 04 333.
Auch die Situation in Prag normalisiert sich wieder. Die
historische Altstadt war vom Hochwasser überhaupt nicht betroffen und
ist ohne Probleme zu besichtigen. Die stärker betroffene Kleinseite
ist derzeit nur eingeschränkt zu besuchen, die Aufräumarbeiten sind
aber in vollem Gang. Der Burgberg mit dem Hradschin ist frei
zugänglich. Die Arbeiten an der noch gesperrten Karlsbrücke sind
abgeschlossen. Derzeit prüfen Statiker die Brücke. Mit einer Freigabe
und Öffnung wird in den nächsten Tagen gerechnet.
Die Verkehrssituation in der Hauptstadt hat sich weitgehend
normalisiert, einzig einige Metrolinien sind aufgrund der Überflutung
von Stationen noch gesperrt. Dafür wurde der innerstädtische Zugs-
und Busverkehr erweitert. So fahren derzeit die Züge aus Wien bis zum
Hauptbahnhof. Auch die Intervalle im innerstädtischen Verkehr wurden
verkürzt, die Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel ist bis auf
weiteres gratis. Straßenbahnen und Linienbusse verkehren nahezu
normal. Reisebusse werden über die gesonderten Busspuren der
städtischen Linienbusse geleitet und haben kaum mit Verzögerungen zu
rechnen, für PKWs gibt es noch vereinzelt Umleitungen und kurze
Wartezeiten.
In der Hauptstadt Prag und in anderen größeren Städten gibt es
keinerlei hygienische oder gesundheitliche Bedenken für Bewohner und
Touristen. Das Trinkwasser in Prag wurde vom Hygieneamt der Stadt im
gesamten Stadtgebiet überprüft und für unbedenklich erklärt. In der
Provinz empfiehlt es sich aus Sicherheitsgründen, mit Ausnahme in den
Städten, zur Zeit kein Leitungswasser zu trinken.
Tschechien ist ein für Touristen ausgesprochen attraktives,
landschaftlich, kulturell und historisch interessantes Land, und
besonders für die Österreicher leicht erreichbar. Weite Teile
Tschechiens waren von der Jahrhundertflut überhaupt nicht betroffen,
wie das gesamte Mähren mit den Städten Brünn oder Olmütz, die
Böhmisch-Mährische Höhe, der Böhmerwald und das westböhmische
Bäderdreieck Karlsbad, Marienbad, Franzensbad, das neben Kur und
Wellness auch jede Menge anderer Urlaubsmöglichkeiten bietet.
Aber selbst in den von den Überschwemmungen betroffenen Gebieten
hat der Wiederaufbau voll begonnen und die Menschen versuchen, auch
in den touristischen Bereichen, zum normalen Leben zurückzukehren.
Optimistisch in die Zukunft zu blicken, bedarf dennoch großer
Motivation, zumal viele im Tourismus unmittelbar oder mittelbar
Beschäftigte mit Existenzsorgen kämpfen und vor einem echten
Neubeginn stehen. Die Hoffnung, daß die Touristen sie nicht im Stich
lassen und wiederkommen, gibt den Menschen jedoch Anreiz und Kraft,
weiter zu machen, ebenso wie etwa in der Wachau und in anderen
betroffenen touristischen Gebieten Österreichs. Die Infrastrukturen
in den Tourismusgebieten sind weitgehend wieder hergestellt, sodaß
Gäste keine Einschränkungen befürchten müssen.
Wie wir aus zahlreichen Anrufen in der Tschechischen Zentrale für
Tourismus in Wien wissen, zögern viele Österreicher nicht aufgrund
der Hochwassersituation, Tschechien zu besuchen, sondern um nicht in
den Verruf der "Sensationstouristen" zu kommen. Wir versichern, daß
es diesbezüglich keine Bedenken geben muß. Ganz im Gegenteil. Jeder
Gast wird gerade jetzt herzlich und dankbar willkommen geheißen
werden.
Die Tschechische Zentrale für Tourismus in Wien beantwortet gerne
Ihre Fragen.
Rückfragehinweis:
Tschechische Zentrale für Tourismus
Vertretung Österreich
Dipl.Ing. Hana Havlova
Tel.: 0043/1/533 21 933,
Fax: 0043/1/533 21 934
havlova@visitczechia.at
mailto:bezchlebova@visitczechia.at
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