LH Haider: Für zentrale Spendenauszahlung über Bundesfonds

Haiders Vorstoss, Arbeitslose bei Aufräumarbeiten einzubeziehen, wurde begrüßt - Für gemeinnützige Wiederaufbau-Initiative - Kärnten bietet breite Palette an Hilfen: Personal, Gerätschaften, Geldspenden

Klagenfurt (LPD) - Die Spenden für die Hochwasseropfer sollen über eine zentrale Stelle unter Kontrolle des Bundes ausgezahlt werden und nicht extra an jedes der betroffenen Bundesländer, sagte heute Landeshauptmann Jörg Haider bei der Landeshauptleutekonferenz in Wien. Haiders Vorschlag zufolge wurde mit der Bundesregierung vereinbart, dass die bei den Ländern einlangenden Spenden über den gemeinsamen Hochwasser-Opfer-Fonds des Bundes zusammen mit den finanziellen Unterstützungen der Bundesregierung ausgezahlt werden. Die widmungsgemäße Verwendung sei vom Finanzminister im Sinne der Kärntner SpenderInnen genauestes zu kontrollieren, betonte Haider.

Weiters unterstrich der Landeshauptmann, dass Arbeitslose in die Aufräumungsarbeiten bzw. in den Wiederaufbau einbezogen werden sollen. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die über 20.000 Bauarbeitslosen. Dieser Vorstoß wurde auch vom zuständigen Wirtschaftsminister Martin Bartenstein begrüßt. Es sollte eine gemeinnützige Wiederaufbau-Initiative ins Leben gerufen werden, regte Haider an. Beim Wiederaufbau sollten auch vorrangig heimische Betriebe bzw. heimische Arbeitskräfte eingesetzt werden.

Zudem urgierte der Landeshauptmann, dass in Gesprächen mit der Wirtschaftskammer dafür gesorgt werden sollte, den freiwilligen Helfern keine Nachteile seitens des Arbeitgebers aufgrund der Hilfseinsätze aufzubürden.

Haider machte auch auf den Kärntner Beitrag zur Verbesserung der Situtation nach Hochwasserkatastrophe aufmerksam und erwähnte die vielen Hilfsmaßnahmen und Geldspenden. Für Kärnten sei es selbstverständlich, den Menschen in ihrer großen Bedrängnis solidarische Hilfe zu leisten. Das Land hat ein Spendenkonto unter dem Motto "Kärnten hilft Österreich" eingerichtet: Kto. Nr. 1340000 BLZ 52000 Hypo Alpe Adria Bank.Weiters hat das Land Ferienaktionen gemeinsam mit der Firma Rogner für Kinder aus Nieder- und Oberösterreich angeboten.

Fast tausend Kärntner Soldaten und Hunderte Feuerwehrleute mit Fahrzeugen und Gerätschaften (wie Pumpen) befinden sich in Nieder-und Oberösterreich im Einsatz. Seitens des Roten Kreuzes wurden Kriseninterventionsteams angeboten, weiters eine Küche für Verpflegung von 3000 bis 4000 Personen. Zusätzlich stehen 150 Einsatzkräfte zur Verfügung. Beachtliche Geldspenden leisteten die Kelag, die Wirtschaftskammer, die Gemeinden Bad Kleinkirchheim und Villach sowie das Gemeinde- und Wirtschaftsreferat des Landes und viele mehr. Auch der Landesagrarbauhof bietet Mitarbeiter und Gerätschaften für Arbeiten in den Hochwassergebieten an.(Schluss)

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