Südafrika sechstwichtigster Überseemarkt für die österreichische Exportwirtschaft Utl: Bereits mehr als ein Drittel der Exporte im Automobilbereich

Wien (PWK595) "Die österreichische Exportwirtschaft konnte die günstige Wirtschaftslage Südafrikas in den vergangenen Jahren erfolgreich nützen und deutliche Exportsteigerungen erreichen", berichtet der österreichische Handelsdelegierte in Johannesburg, Manfred Banholzer. "Selbst der verheerende Randabsturz in den letzten Monaten 2001 sowie zu Beginn 2002, der insbesondere den Import von Konsumgütern entscheidend traf, ließ für Österreich, dessen Hauptgewicht in dieser Region auf dem Investitionsgütersektor liegt, bescheidene Exportsteigerungen zu", so der Handelsdelegierte. 2001 lagen die österreichischen Exporte bei 330 Mio. Euro. Südafrika war hiermit Österreichs sechstwichtigster Übersee-Exportmarkt nach den USA, China/Hongkong, Japan, Kanada und Brasilien.

Der Rand hat sich in der Zwischenzeit wieder deutlich erholt, das für 2002 angenommene Wirtschaftswachstum von 2,3% dürfte erreicht werden und die Tourismusindustrie boomt. Ferner hat sich Südafrika in den letzten Jahren zu einem internationalen Standort der Automobilindustrie und diese zum erfolgreichsten Exportsektor entwickelt. "Die österreichische Zulieferindustrie hat diese Chance gut genützt und weit mehr als ein Drittel aller österreichischen Exporte nach Südafrika kamen aus dem Automobilbereich, wobei alle Voraussetzungen gegeben sind an diesem Aufschwung weiter teilzuhaben", stellt Banholzer fest.

Südafrika ist das Land der extremen Gegensätze. Einerseits herrscht tiefe Armut und AIDS ist ein bedrohender Faktor der Bevölkerung, wobei gewisse Industriezweige, z.B. die Bergwerksindustrie, bereits stark behindert werden. Andererseits ist das Land reich an Bodenschätzen und zum Teil bereits hochindustrialisiert. Es gibt in diesem Land aufgrund der langjährigen Abschottung durch das Apartheidregime einen immensen Aufnahmebedarf für technisches Know-how und neue Technologien.

Eine ganze Reihe österreichischer Unternehmen hat dies rechtzeitig erkannt und im Wege von Niederlassungen, Tochterunternehmen oder Beteiligungen an südafrikanischen Firmen den Markt mit Erfolg erschlossen. So hat der österreichische Weichenhersteller VAE durch Akquisition des zur Privatisierung anstehenden einzigen südafrikanischen Weichenerzeugers die Marktführerschaft im südlichen Afrika erlangt. AME International, der weltweit tätige Spitalausstatter mit Schwerpunkt IT-Technologie hat das erste "public/private partnership" Spital in Südafrika, das mit 900 Betten film- und papierlos geführt wird, mit der EDV ausgestattet und einen Betriebsführungsvertrag für die Dauer von 15 Jahren abgeschlossen.

Das Land am Kap der Guten Hoffnung hat die Chance in Kürze im Mittelpunkt der Medieninteressen zu stehen. In der Zeit vom 26. August bis zum 4. September 2002 findet in Johannesburg der UN-Weltgipfel für "nachhaltige Entwicklung" statt. Zu diesem Treffen werden 40.000 Delegierte und 100 Staatsoberhäupter sowie 5.000 Journalisten erwartet. Im Rahmen dieser Konferenz wird das UBUNTU Village aufgebaut, welches Regierungen, NGOs und anderen interessierten Organisationen die Möglichkeit gibt, praktische Lösungen zu diesem Thema vorzustellen. Österreich wird an dieser Ausstellung im Rahmen eines von der WK-Österreich organisierten Standes einer Reihe von österreichischen Unternehmen die Gelegenheit bieten, ihre Vorschläge zu präsentieren. (pt)

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