Boom für Umwelttechnik in den Nachbarländern

Schwarzer: "Jetzt Weichen stellen für künftige Kooperationen" -Koren: "Günstige geographische Lage Österreichs nutzen!"

Wien (PWK594) Der "Tag der Umwelt" am 12. September 2002 im Haus der Wirtschaft bietet Firmen Gelegenheit, direkt mit Umweltministern und Einkäufern aus den wichtigsten Beitrittskandidatenländern Geschäftskontakte anzubahnen. Damit lassen sich die Weichen für künftige Kooperationen im größeren Binnenmarkt stellen.

Der Tag der Umwelt am 12. September richtet sich primär an österreichische Umwelttechnik-Exporteure. Als Gäste angesagt sind Umweltminister, deren Vertreter bzw. Einkäufer aus fünf Beitrittskandidatenländern. Geboten werden Vorträge und Möglichkeiten zu direkten Einzelgesprächen. "Dabei wird eine im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich erstellte Studie präsentiert, die u.a. eine Art "Einkaufsliste" enthält. Basis hiefür sind die nationalen Umweltprogramme der fünf Länder, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn", erklärt Stephan Schwarzer, Leiter der Abteilung für Umwelt-, Energie- und Infrastrukturpolitik.

Die Umwelttechnik-Branche wächst nach wie vor weltweit sehr dynamisch. Österreichs Firmen in diesem Sektor, insbesondere die KMUs, benötigen gute Grundlagen für die Erschließung neuer Märkte, insbesondere in jenen Ländern, die bald der EU angehören werden. "Was liegt also näher, als in die nahegelegenen Kandidatenländer zu gehen und die günstige geografische Lage Österreichs zu nutzen?", sagt Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaft Österreich (AWO)

ÖGUT-Studie: "Einkaufsliste" & "Reiseführer" zugleich

Die nationalen Umweltprogramme der fünf Beitrittskandidaten-Länder gehen über die bloße Übernahme des EU-Umweltrechtskodex (die Umweltkapitel sind längst abgeschlossen) hinaus und lesen sich in der Studie der ÖGUT (im Auftrag der WKÖ, unterstützt durch die OeKB) wie eine "Einkaufsliste". Man findet Antworten auf ganz konkrete Fragen, wie z.B.: Was plant Ungarn zur Verringerung der Gewässerverschmutzung in den nächsten Jahren und wer ist dafür zuständig? Welches sind die abfallpolitischen Ziele Sloweniens und welche Chancen ergeben sich daraus für österreichische Umwelttechnik-Lieferanten? Gibt es einen nationalen Fördertopf für diese Umweltprojekte?

Mit Hilfe der Links zu weiterführenden Informationen können heimische Unternehmen (KMUs am besten in Bietergemeinschaften gebündelt) ihre hochentwickelte Qualität im Umwelt-Know-how noch zielgerichteter anbieten. Damit erfüllt die Studie gewissermaßen auch die Funktion eines tiefergehenden "Reiseführers".

Vieles spricht für ein Engagement in Mittel- und Osteuropa. Aus der Verbesserung der Umweltsituation in den Beitrittsländern profitieren nicht nur die Investitionsstandorte selbst. Umweltinvestitionen der österreichischen Wirtschaft "rechnen" sich dadurch in Zukunft eher, da diese nicht allein - v.a. aufgrund des oft sehr hohen Importanteils von Schadstoffen - die Umweltsituation in Österreich wesentlich verbessern können. (hp)

Links:
Anmeldung zum Tag der Umwelt:
http://portal.wko.at/vas/deta
l_veranstaltung.asp?stw=&lb=0 von=8.8.2002&bis=4.2.2003&DstID=31&pos=1&verID=19062

ÖGUT Studie "Umweltdaten..." aus 2001 (Vorstudie zu dieser Chancen-Analyse)
http://wko.at/up/enet/moelumweltdaten.htm

ÖGUT (Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik):
http://www.oegut.at/themen/moe/index.html

AUSSENWIRTSCHAFT ÖSTERREICH (AWO):
Projektinformationen: http://wko.at/awo/services/ausschre.htm

Publikationen: http://portal. ko.at/Pub_SErg.asp?dstid=670&dienstgebername=AUSSENWIRTSCHAFT

E-Bulletin:
http://austriantrade.org/bulletin/default.asp?p=57&sec=699&l=de

Rückfragen & Kontakt:

Konstantin Bekos, Außenwirtschaft Österreich, Tel.:
01/50105/4326

Axel Steinsberg, Abt. f. Umwelt-, Energie- und
Infrastrukturpolitik; Tel.: 01/50105/4750

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