SAFEBIKE - Die vielen Wege zum sicheren Motorradfahren

Wien (OTS) - Einsteiger und Wiedereinsteiger sind das Zielpublikum der SAFEBIKE, einer Aktion, die speziell das Motorradfahren, generell aber das Fahren sämtliche einspuriger Fahrzeuge, also Fahrrad und Moped miteingeschlossen, sicherer machen möchte. Für Karl Katoch, szene bekannter Biker, Ex-Profi im Rennbereich, Testfahrer für einschlägige Zeitschriften und für die MA 46- Verkehrsorganisation Organisator der von Verkehrsstadtrat DI Rudolf Schicker ins Leben gerufenen Sicherheits-Aktion, heißen die Problemkinder im Bereich der einspurigen Fortbewegung "mangelndes Bremsverhalten" und, vor allem, zu "geringe Routine, durch zu wenig Übung". "Motorradfahren ist eine Motorik-Angelegenheit Und die kann man üben", stellt der 40-jährige begeisterte Motorradfahrer - Katoch fährt gegenwärtig bevorzugt Enduro - daher auch trocken fest.

Problembereich Bremspraxis

Die Unfallstatistik gibt ihm recht: Die meisten Unfälle mit motorisierten einspurigen Fahrzeugen passieren bei den Jungen, den 15-24-jährigen. Statistisch betrachtet lässt jeder dritte getötete Jugendlicher in Österreich sein Leben im Straßenverkehr. Karl Katoch legt noch nach: "Die Hälfte aller Motorradunfälle sind Auffahrunfälle." Mit anderen Worten: Die Leute haben Probleme mit dem Bremsen, weniger mit dem Gas geben. Auch Kurt Vavryn vom Kuratorium für Verkehrssicherheit kann das bestätigen: "Man darf davon ausgehen, dass nur rund 60-70 Prozent des Bremspotentials von den Bikern ausgenutzt werden." Kein Wunder also, dass Motorradfahren ein 6-10fach höheres Unfallrisiko hat als das Autofahren.

Veranstaltung ohne erhobenen Zeigefinger

Die SAFEBIKE, die demnächst wieder zum Besuch einlädt, versteht sich so gesehen, als Informations-, vor allem aber als professionell vorbereiteter Übungsraum für interessierte und angehende Biker. Schwere Maschinen sind hier, auf dem Übungsplatz bei der Krieau, ebenso willkommen, wie auch (angehende) Besitzer von 125ccm-Motorädern, Moped- oder strampelnde Radfahrer. "Es ist eine Veranstaltung ohne erhobenen Zeigefinger", meint Katoch, der um den Widerwillen vor allem jugendlicher Biker gut Bescheid weiß, sich via Trockenübungen weiterzubilden. Hat man als Jugendlicher das Alter erreicht und das Geld zusammen gespart, wird auf das Üben meist vergessen. Raus auf die Strasse, heißt dann die Devise, die leider nur allzu oft mit einem Unfall endet. Die Einsicht, das sich ein paar Stunden mit einem Fahrlehrer auf einem Parkplatz bezahlt machen, kommt oft erst später. So gesehen, will SAFEBIKE den Weg der Erkenntnis auf den Kopf stellen, auf dass Helmut Qualtingers "Wilder mit der Maschin" unbesorgt grüßen kann.

Attraktives Programm und viel Service

Deswegen bietet die SAFEBIKE weit mehr als "nur" professionelle Sicherheits- und Fahrtechnik (Mopedtraining, Bremstest, Fahrtechniktraining) an. Wiener Motorradhändler sind mit neuen Modell ebenso vor Ort, wie man auf dem Parkplatz der Krieau auch alles Wissenswerte über die richtige Bekleidung und Helme erfahren kann. Geschicklichkeitsparcours für Trail-Fahrer unter Anleitung des Wiener Staatsmeisters für Trail sollen den Besuch ebenso schmackhaft machen, wie Spielmöglichkeiten für den Nachwuchs. Und den Mopedführerschein kann man auch noch gratis machen. Die Wege zum sicheren Biken sind vielgestaltig.

o Die nächsten Termine:
Samstag, 24. August; Samstag, 31. August
Zeit: 9.00 - 15.00 Uhr
Ort: Krieau, Vorplatz Sommer-Tribüne Haupteingang Trabrennbahn Die Teilnahme ist gratis.
Nähere Infos auch unter: http://www.safebike.at/
(Schluss) hch/

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Hans-Christian Heintschel
Tel.: 4000/81 082
hch@m53.magwien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/OTS