AK Tumpel: Freiwillige Helfer brauchen arbeitsrechtliche Absicherung

Wien (AK) - "Der aktuelle Fall der fristlosen Entlassung eines Feuerwehrmannes, der im Kamptal bei Bergungsarbeiten geholfen hat, zeigt, wie wichtig eine umfassende rechtliche Absicherung von freiwilligen Helfern in Katastrophenfällen ist", sagt Arbeiterkammer Präsident Herbert Tumpel. In den letzten Tagen waren tausende freiwillige Helfer im Einsatz, um Menschen vor dem Hochwasser zu retten und noch größeren Schaden abzuwenden. Obwohl sich viele Betriebe bereit erklärt haben, Mitarbeiter, die einer Hilfsorganisation angehören, für die Dauer des Katastropheneinsatzes freizustellen, ist eine umfassende arbeitsrechtliche Absicherung dringend notwendig, fordert die AK. Für Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren ist zwar in den Feuerwehrgesetzen von einigen Bundesländern eine Entschädigung vorgeschrieben. Der Anspruch auf Entgeltfortzahlung soll jedoch für alle freiwilligen Helfer gelten, also auch für Helfer in Rettungsorganisationen und auch für private Helfer. Ausserdem muss dieser Anspruch auch für ArbeiterInnen gelten. Denn derzeit besteht zwar für Angestellte im Hilfseinsatz ein gesetzlicher Anspruch auf Entgeltfortzahlung, für ArbeiterInnen jedoch nicht. ****

AK-Präsident Tumpel fordert eine Entgeltfortzahlung bei Dienstfreistellung für alle ArbeitnehmerInnen, die bei einem Katastropheneinsatz freiwillige Hilfe leisten. Dasselbe soll auch für alle ArbeitnehmerInnen gelten, die wegen einer Naturkatastrophe nicht an den Arbeitsplatz gelangen können. Ausserdem fordert Tumpel, dass die Schlechterstellung von ArbeiterInnen gegenüber Angestellten bei freiwilligen Einsätzen in Katastrophenfällen dringend beseitigt werden muss.

"Es muss gewährleistet sein, dass ArbeitnehmerInnen, die in Katastrophenfällen Hilfe leisten, dadurch keinen finanziellen Schaden erleiden, sagt Tumpel, "und schon gar nicht dürfen sie entlassen werden, wenn sie helfen". Wenn Arbeitgeber ihre Arbeitnehmer bei Katastropheneinsätzen bei Entgeltfortzahlung dienstfrei stellen, soll es für sie die Möglichkeit geben, das Geld vom Bund oder von den Ländern oder aus dem Katastrophenfonds zurück zu bekommen, regt Tumpel an.

Rückfragen & Kontakt:

AK Wien Kommunikation
Tel.: ( ++43-1) 501 65
katja.robotka@akwien.at
http://www.akwien.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW/AK2