Sommerakademie Volkskultur 2002 von 25. bis 30. August in Schloss Krastowitz/Kärnten

Wien (OTS) - Die Sommerakademie Volkskultur 2002 des Österreichischen Volksliedwerkes findet von 25. bis 30. August in Schloss Krastowitz/Kärnten statt und verspricht heuer besonders interessant zu werden, da sie sich, in Zusammenarbeit mit slowenischen und friulanischen Partnern, dem historischen und aktuellen Umgang der Volksgruppen im Alpen-Adria-Raum Kärnten/Slowenien/Friaul widmet. Zentrales Thema ist das Verstehen der Verschiedenheit, Identität, Heimat und der Umdeutung von Vergangenheit in dieser Region.

Die Eröffnung findet am Sonntag, 25.8., 16.00 Uhr, durch den Germanisten und Schriftsteller Alois Brandstetter statt.

Die Schlussdiskussion gestalten Erhard Busek, in seiner Funktion als Präsident des Österreichischen Volksliedwerkes, Botschafter Valentin Inzko, Hans Kitzmüller (Publizist und Germanist) und Lojze Peterle, ehemals Premierminister der ersten demokratisch gewählten Regierung Sloweniens.

Neben Referaten, geführten Exkursionen und der Präsentation von Institutionen, die bereits erfolgreich grenzüberschreitend arbeiten, ist es ein besonderes Anliegen durch Workshops eine gegenseitige Annäherung in dieser Region zu initiieren.

Durch Referenten aus allen allen drei Ländern sollen sämtliche Sichtweisen in entsprechender Weise berücksichtigt werden: Albert F. Reiterer, Rainer Rosenberg ,Gabriele Wolf, Lojze Wieser, Donatella Ruttar, Anja Kaprun, Josef Berghold, Hans Kitzmüller, Oto Luthar und Christian Stadlmann, Moreno Miorelli, Julijan Strajnar und Engelbert Logar.

Das musikalische und dokumentarfilmische Rahmenprogramm sorgt für die unmittelbar-sinnliche Komponente des Alpen-Adria-Gebietes.

Die "Sommerakademie Volkskultur" des Österreichischen Volksliedwerkes - seit 1992 als Plattform zur Diskussion und Reflexion theoretischer und praktischer Volkskulturarbeit eingerichtet - verfolgt das Ziel rasch und medienwirksam auf das Problemfeld "Volkskultur" als wesentlichen nationalen Identifikationsfaktor in einem zusammenwachsenden Europa hinzuweisen.

Mit der alljährlich stattfindenden Reihe "Sommerakademie Volkskultur" geht das Österreichische Volksliedwerk an die Grenzen Österreichs, um die jeweiligen Nachbarländer einzubeziehen. Die dahinterstehende Philosophie ist, dass historische Ressentiments nicht aus den jeweiligen Hauptstädten zu lösen sind, sondern dort besprochen werden müssen, wo die Gegensätze oder Gemeinsamkeiten direkt aufeinandertreffen. Der Begegnung mit den europäischen Nachbarn kommt dabei ebenso große Bedeutung zu, wie der Auseinandersetzung mit "nachbarschaftlichen" Disziplinen - mit Architektur, Kunst, Musik, Sprachforschung, Landschaftsplanung, Musik und Denkmalpflege in diesen Regionen.

Die Sommerakademie Volkskultur 2002 in Kärnten ist nach Österreich-Burgenland/Ungarn/Slowakei, und Österreich-Vorarlberg/Deutschland-Allgäu/Schweiz-Appenzell die dritte ihrer Art.

Das Österreichische Volksliedwerk, 1904 als ministerielle Institution gegründet, beschäftigt sich mit der Sammlung und Verbreitung traditioneller österreichicher Musik.

Seit einigen Jahren geht es auch neue Wege und kümmert sich um allgemeine Aspekte der österreichischen Regionalkultur und des internationalen Austausches sowie der Jugend- und Erwachsenenbildung.

Zu seinen Kooperationspartnern gehören u.a. das BMBWK , das BM für auswärtige Angelegenheiten und die Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien.

Das Archiv des ÖVLW ist seit 1994 Teil der Österreichischen Nationalbibliothek.

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