Wien erwartet Jahrhunderthochwasser

Hochwasserschutz schützt die Stadt

Wien (OTS) - Nach den derzeitigen Prognosen ist ein Jahrhunderthochwasser in Wien zu erwarten, das das Ausmaß des Hochwassers 1954 erreichen oder übersteigen kann. Damals stand Wien unter Wasser. Heute ist die Stadt auf Grund seines Hochwasserschutzes gut gerüstet. Für die Nacht auf Dienstag wird beim Messpegel Korneuburg ein Wasserstand von mindestens 7,60 Meter erwartet.

Die Überschwemmungen im Jahr 1954 waren Anlass für einen besseren Hochwasserschutz. So wurden in den Jahren 1972 - 1996 ein Donauhochwasserschutzprojekt errichtet, das es ermöglicht, die Donauhochwässer, die in Ober- und Niederösterreich starke Schäden verursachen, durch Wien abzuführen, ohne dass zusätzliche Maßnahmen zum Schutz getroffen werden müssen.

Durch die Errichtung eines zweiten Gerinnes - Neue Donau - und der Dämme am linken und rechten Donauufer ist es möglich, die auf Wien zukommenden Hochwassermassen abzuführen, ohne dass Wohnbezirke davon betroffen sind.

Dafür wurden in den Jahren 1972 - 1996 rund 30 Mio. m3 Erdmassen bewegt, die Sohle der Neuen Donau mit Steinen ausgelegt, dass es zu keinen Auswaschungen kommen kann und die Böschungen der Neuen Donau auch mit Bruchsteinen und Rasen-Betonsteinen befestigt. Auch die Brückenpfeiler im Entlastungsgerinne und im Strom wurden so errichtet, dass sie einem Katastrophenhochwasser standhalten.

Die Aufwendung für die Errichtung der Wien schützenden Hochwasserschutzbauten betrugen bis jetzt einschließlich Ausgestaltungskosten der Insel rund. 430 Mio Euro.

Durch die Errichtung der Neuen Donau wurde auch die beliebte Donauinsel, die eigentlich ein Nebenprodukt zur Unterbringung der beim Gerinneaushub anfallenden Erd- und Schottermassen war, geschaffen.

Die Maßnahmen, die in Wien in Erwartung des Hochwassers zu setzen waren sind folgende:

o Öffnen und Ausdrehen der beiden schwimmenden Brücken in der Neuen Donau,
o Sichern der Rettungspontons an der Neuen Donau und
o routinemäßiges Besetzen der drei Wehranlagen zur Regulierung der Wehranlage, Warnung der Gastronomiebetriebe an der Copa Cagrana sowie Warnung des Schulschiffes.
(Schluss) bfm

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