Glawischnig: Strassers und Molterers Aufwachen bei Umweltkriminalität um Jahre zu spät

Aufstockung des Budegts auf zumindest 3 Mio. Euro

OTS (Wien) - "Das Aufwachen der Minister Strasser und Molterer kommt um viele Jahre zu spät," erklärt heute die stv. Bundessprecherin und Umweltsprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, die Aussagen der beiden Minister zur Bekämpfung der Umweltkriminalität.

Nicht nur die Grünen, sondern auch der Rechnungshof hatte bereits im Jahr 1998 die mangelnde Qualität der Umweltkriminalitätsbekämpfung in Österreich heftig kritisiert. Die BeamtInnen wurden von dieser Kritik eindeutig ausgenommen, die organisatorische und vor allem die finanzielle Situation stand im Blickpunkt der Kritik. "In all diesen Jahren ist wenig geschehen. Deshalb müssen sich Strasser und Molterer auch die Kritik gefallen lassen, diesen Bereich Jahre lang vernachlässigt zu haben", so Glawischnig.

"Eine Hauptforderung ist und bleibt eine ausreichende finanzielle Ausstattung: Zur Bekämpfung der Umweltkriminalität muss das Budget zumindest auf 3 Millionen Euro aufgestockt werden", fordert Glawischnig, und weiter: "Die organisatorische und personelle Situation ist ebenfalls mehr als mangelhaft." Überdies fordert Glawischnig eine verstärkte Kooperation mit der Wirtschaftspolizei zur effektiven Kriminalitätsbekämpfung auf diesem Sektor.

Insbesondere im Landwirtschaftsbereich ist der Umgang mit Umweltkriminalität alles andere als vorbildlich: Die illegale Verwendung von Pestiziden, Hormonen und Medikamenten wird völlig unzulänglich geahndet. "Zu diesem Bereich haben sich Strasser und Molterer mit keiner Silbe zu Wort gemeldet", kritisiert Glawischnig.

"Jeder investierte Euro in eine verlässlich und ausreichende Umweltkriminalitätsbekämpfung rettet der Republik ein vielfaches an Geld", erklärt Glawischnig abschließend und zitiert damit sinngemäß nicht nur eine jahrelange Forderung der Grünen, sondern auch den Rechnungshof.

Rückfragen & Kontakt:

Pressebüro der Grünen im Parlament
Tel.: (++43-1) 40110-6697
http://www.gruene.at
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB/Wien