Nach wie vor viele Arbeitnehmer vom Hochwasser abgeschnitten AK unterstützt Forderung nach "Katastrophenkarenz"

Linz (AKO) Die neuerlichen Regenfälle ließen am Montag zahlreiche Arbeitnehmer und Betriebsräte zum Telefonhörer greifen: Gelten überflutete Straßen und unterbrochene Bahnlinien als Dienstverhinderungsgrund? Die Arbeiterkammer appelliert in diesem Zusammenhang an die Wirtschaftstreibenden, die unterschiedlichen Regelungen kulant auszulegen.

Was als Dienstverhinderung gilt, ist sowohl im Angestelltengesetz als auch in Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch und in einzelnen Arbeiter-Kollektivverträgen unterschiedlich geregelt. Selbstverständlich kann kein Dienstgeber verlangen, dass ein Arbeitnehmer zu seiner Arbeitsstelle schwimmt. Wer nicht erscheint, weil er von der Umwelt abgeschnitten ist, setzt also keinen Entlassungsgrund.
Doch ein gesetzlicher Lohnfortzahlungsanspruch ist nicht gegeben, gleichgültig ob der Arbeitnehmer durch das Hochwasser gehindert wird, die Arbeit aufzunehmen, oder ob in dem Betrieb wegen des Hochwassers nicht gearbeitet werden kann.

Deshalb appelliert Arbeiterkammer-Präsident Hubert Wipplinger an die Dienstgeber betroffener Arbeitnehmer: "Wenn jemand durch das Hochwasser sein gesamtes Hab und Gut verloren hat, fällt ein Verdienstentgang doppelt ins Gewicht. Ich bin aber überzeugt, dass die Wirtschaft das Ihre dazu beitragen wird, um diese landesweite Katastrophe zu bewältigen."

Auch die Arbeiterkammer unterstützt unter bestimmten Voraussetzungen die Hochwasser-Opfer unter ihren Mitgliedern. Nähere Informationen gibt es unter der Telefonnummer 050/6906-2133.

"Selbstverständlich unterstützen wir auch die Forderung nach einer bezahlten `Katastrophenkarenz` für die Tausenden freiwilligen Helfer, die derzeit im ganzen Land großartige Arbeit leisten", so AK-Präsident Wipplinger abschließend.

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