Domany: Ambitionierte Erwartungshaltung der Wirtschaft an Eurofighter-Offsets

Konstituierende Sitzung der ARGE Offset - Start der Gegengeschäftsoffensive

Wien (PWK576) Erfolgreich vom Stapel ist heute, Montag, die von Wirtschaftskammer Österreich und Industriellenvereinigung gegründete ARGE Offset gelaufen. Über diese, zielgerichtet auf die Zusammenarbeit mit EADS in der Frage der Kompensationsgeschäfte ausgerichtete Arbeitsgemeinschaft, soll die Zusammenführung zwischen den heimischen Unternehmen und dem Eurofighter-Konsortium abgewickelt werden. "Ich bin überzeugt, dass wir durch die Einbindung der Regional- und Landeskammern von WKÖ und IV den richtigen Weg gewählt haben, um die Kompensationsgeschäfte auch wirklich in die Regionen zu bringen. Durch diese Regionalisierung können wir EADS in direkten Kontakt mit unseren Unternehmern bringen", betonte Wirtschaftskammer-Generalsekretär Christian Domany. Die Chance auf Gegengeschäfte bedeutet aber vor allem eine Holschuld der heimischen Betriebe. Einen Aktenordner, gefüllt mit Aufträgen, die nur noch zu verteilen seien, werde es nicht geben.

Die ARGE Offset werde nach Vertragsunterzeichnung mit EADS ihre Aktivitäten in den Bundesländern starten. In jedem der neun Bundesländer werde es eigene "Offset-Konferenzen" geben, in deren Rahmen Unternehmer und EADS vor Ort zusammen gebracht werden sollen. "Neben entsprechenden Informationen über das Prozedere und die Möglichkeiten geht es uns vor allem um das get-together", betonte Domany. Schließlich würde ein Gutteil der 300.000 heimischen Unternehmer Hilfestellungen und Tips rund um die Kompensationsgeschäfte benötigen. Die offensive Herangehensweise der ARGE sei auch deswegen wichtig, um die Mitglieder zu motivieren, Projekte einzumelden.

Die Stimmung in den Ländern charakterisierte Domany als "sehr hoffnungsfroh". Der verwies auch darauf, dass EADS alle Ressourcen bündeln werde, um die Eurofighter-Gegengeschäfte zu einem "vollen Erfolg" zu machen. Die Erwartungshaltung der Wirtschaft für das ab 2003 zu laufen beginnende Gegengeschäftspaket bezeichnete Domany als "sehr ambitioniert": "Wir wollen, dass in den ersten Jahren ein Großteil der Geschäfte abgewickelt wird, also ein Volumen von einer Milliarde Euro in den ersten ein bis zwei Jahren." Gleichzeitig müsse auf eine sinnvolle zeitliche Verteilung der Projekte geachtet werden, sodass auch 2013 Platz für Gegengeschäfte sei und die Wirtschaft über die gesamte Dauer der 15 Jahre Aufträge verzeichnen könne.

"Wir sind ein zuverlässiger Partner für Österreich. Das werden wir bei der Abwicklung unseres Gegengeschäftprogramms beweisen", so Stefan Moser, Vice President Industrielle Kooperation der EADS. "Wir haben viele Projekte bereits heute identifiziert und einige sind schon weit fortgeschritten. Nach der Unterzeichnung des Gegengeschäftsvertrags werden wir diese Projekte und alle weiteren, die von der österreichischen Wirtschaft und Industrie über die Laufzeit von 15 Jahren noch an uns herangetragen werden, zügig und in enger Zusammenarbeit mit der Arge Offset in die Tat umsetzen."

Die EADS spricht für das Eurofighter-Konsortium, zu dem außer EADS in Deutschland und Spanien die italienische Alenia, ein Unternehmen des Finmeccanica-Konzerns, und BAE SYSTEMS aus Großbritannien gehören. Diese Partner bringen das höchste eigenfinanzierte Forschungsbudget in der europäischen Industrie auf. "Für Österreich ist dies eine Riesenchance. Durch diese Kooperation können langfristig tausende Arbeitsplätze in Österreich gesichert werden", schloss Moser. (US)

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