Geisterfahrer - KfV gibt Tipps zum richtigen Verhalten!

Richtiges Verhalten im Falle eines Geisterfahrers will gelernt sein. Doch auch Geisterfahrer wider Willen, sollten wissen wie sie sich richtig zu verhalten haben, ohne Menschen dabei zu gefährden

Wien (OTS) - In der letzten Zeit haben die Medien sehr viel über Geisterfahrerunfälle und Geisterfahrermeldungen berichtet. Doch wie verhält man sich im Falle des Falles?

Am Häufigsten handelt es sich bei Geisterfahrern um alkoholisierte Lenker. Die Informationsverarbeitung verlangsamt sich, Schilder und Warntafeln werden zu spät wahrgenommen und die Risikobereitschaft erhöht sich.

Was tun, wenn man selbst zum Geisterfahrer wird?

Wer den Fehler macht, als Geisterfahrer auf die Autobahn aufzufahren, muss das Fahrzeug unmittelbar zum Grünstreifen (Mittelstreifen) der Autobahn lenken und die Warnblinkanlage einschalten. In solch einer Situation darf man keinesfalls die Nerven verlieren - Ruhe bewahren lautet die Devise. Der Unglückslenker sollte nicht aus seinem Auto aussteigen, sondern das Eintreffen der Exekutive abwarten. Falls es möglich ist, sollte man per Mobil-Telefon selbst die Exekutive verständigen.

Was tun, wenn man einem Geisterfahrer begegnet?

Im Falle einer Begegnung mit einem Geisterfahrer, oder bei einer Geisterfahrermeldung, verhält man sich am Sichersten, indem man rechts fährt und die Geschwindigkeit stark reduziert. Auf keinen Fall sollte man ein anderes Fahrzeug überholen. Wer ein Mobiltelefon besitzt, soll die Exekutive informieren. Alle anderen haben die Möglichkeit über die Notrufsäule die Autobahnmeisterei zu erreichen. Wichtig: bei dem Telefonanruf sind genaue Ortsangaben unbedingt erforderlich!

"Durch richtiges Verhalten von Kraftfahrern können Geisterfahrten, Konflikte und Unfälle vermieden werden. Eine Verringerung der Zahl der alkoholisierten Autolenker kann durch Öffentlichkeitsarbeit, verstärkte Überwachung in Bezug auf Alkohol und Drogen, erreicht werden. In der Fahrschulausbildung sollte das richtige Verhalten bei Geisterfahrerwarnungen besprochen werden. Aber auch in der Öffentlichkeitsarbeit muss dem richtigen Verhalten Aufmerksamkeit geschenkt werden", so Dr. Othmar Thann, Direktor der Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).

20 Todesopfer im Straßenverkehr während der vergangenen Woche, davon 17 am Wochenende

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 17 Pkw-Insassen (davon 10 Lenker), 1 Lkw-Lenker, 1 Motorrad-Lenker und 1 Fußgänger ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mussten nichtangepasste Fahrgeschwindigkeit (7), Vorrangverletzung (2), Überholen (1), Unachtsamkeit (1), Übermüdung (1) und Herzversagen (1) festgestellt werden. Bei 2 Verkehrsunfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. 1 Fußgänger kam durch Fremdverschulden ums Leben. Alkoholisierung war bei einem Verkehrsunfall Mitursache. 7 der 15 Verkehrsunfälle waren sogenannte Alleinunfälle.
3 tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet. 1 Fahrzeuglenker beging Fahrerflucht.

Vom 1. Jänner bis zum 11. August dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 531 Verkehrstote (30-Tages-Fristabgrenzung berücksichtigt bis Ende Juni), im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 563 Menschen tödlich.

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