ÖGB-Präsident fordert Entgeltfortzahlung für freiwillige KatastrophenhelferInnen

Verzetnitsch richtet Appell an Arbeitgeber

Wien (ÖGB). Angesichts der Unwetterkatastrophen in Österreich appelliert ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch an die Arbeitgeber, Verständnis gegenüber ArbeitnehmerInnen zu zeigen, die derzeit im Katastrophengebiet helfen und deswegen nicht zur Arbeit kommen können. "Vor allem in den Bundesländern ist die freiwillige Feuerwehr oft die einzige Institution, die bei solchen Katastrophen helfen kann", so der ÖGB-Präsident. "Menschen, die sich selbstlos für andere engagieren, sollten nicht Angst um ihr Einkommen haben müssen, weil sie wegen ihres Einsatzes nicht zur Arbeit kommen können."++++

"Gerade die kritische Hochwassersituation zeigt uns erneut auf, wie wichtig eine umfassende arbeitsrechtliche Absicherung für freiwillige HelferInnen ist", so Verzetnitsch weiter. Fakt sei jedoch, dass die Hunderten Freiwilligen, die sich derzeit an Rettungs-, Hilfs- und Aufräumungsarbeiten beteiligen, nicht ausreichend abgesichert sind. "Im Interesse der freiwilligen HelferInnen ist es höchst an der Zeit, für alle ArbeitnehmerInnen einen gesetzlichen Anspruch auf Entgeltfortzahlung zu schaffen", fordert der ÖGB-Präsident die Regierung auf, tätig zu werden.

"Hunderte Freiwillig sind derzeit selbstlos im Einsatz. Ihnen gebührt unsere größte Anerkennung. Im Zuge der Modernisierung des Arbeitsrechtes muss der Freistellungs- und der Entgeltfortzahlungsanspruch abgesichert werden", so Verzetnitsch abschließend. (aw)

ÖGB, 12. August 2002 Nr. 642

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