Wirtschaft baut Berufsinformation für Jugendliche aus

Leitl: "WKÖ finanziert 60 zusätzliche Veranstaltungen für 14- und 15-Jährige noch im Herbst" - "Berufsinformationsscheck-Aktion" für kostenlose Beratungen sehr erfolgreich

Wien (PWK575) - "Die Berufsinformation ist für 14- und 15-Jährige Jugendliche deshalb so wichtig, weil in diesem Alter die ersten wichtigen Entscheidungen für das Leben fallen", betont Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, heute, Montag und sagt weiter: "Wir wollen sicher stellen, dass diese Entscheidungen auf Basis einer grundlegenden Information über die beruflichen Möglichkeiten und Chancen und in Kenntnis der eigenen Fähigkeiten getroffen werden." Das österreichische Bildungssystem ist zwar durchlässig, das heißt es gibt keine Sackgassen und jeder kann seine Berufswahl später noch verändern, dennoch kann die Phase zwischen 14 und 15 Jahren für die berufliche Zukunft prägend sein.

Mit der Verbesserung der Berufsinformation soll auch dem starken Ansturm auf "Modeberufe" begegnet werden. Diese Aktion wurde im Mai von der Wirtschaftskammer im Rahmen ihres 15 Punkte-Programms zur Lehrlingsausbildung gestartet und erfreut sich großen Interesses. Allen 8. und 9. Schulstufen wurde ein Berufsinformationsscheck geschenkt. "Damit können die Schulen bzw Schüler bei den Berufsinformationszentren der Wirtschaft in jedem Bundesland eine kostenlose Beratung noch in diesem Herbst bekommen oder den Besuch eines Referenten der Wirtschaftskammer zum Thema Berufswahl in der Schule vereinbaren", führt Leitl aus. Der bisherige große Erfolg dieser Aktion ist unter anderem auch darauf zurückzuführen, dass die Wirtschaftskammer-Beratungszentren immer auf lange Sicht hin ausgebucht sind, und sich nun für Spätentschlossene eine "neue" Chance auftut. Allein in Wien haben 70% aller Allgemeinbildenden Höheren Schulen regelmäßig Kontakt mit dem Berufsberatungszentrum der Wirtschaftskammerorganisation.

"Die mehr als 60 zusätzlichen Beratungsveranstaltungen sind eine wichtige Maßnahme zur Förderung der beruflichen Zukunft der Jugendlichen", ist Leitl überzeugt. Davon profitieren auch die von den Unternehmen angebotenen Lehrausbildungen.

Rund 40% eines Altersjahrgangs entscheiden sich für das duale Ausbildungssystem. "Das zeigt, dass die Lehrlingsausbildung in Österreich einen hohen Stellenwert hat", so Leitl. Besonders hervorzuheben ist die gute Zusammenarbeit zwischen Betrieben und Berufsschulen. "Im Rahmen der geplanten Lohnnebenkostensenkung sollte die Refundierung der von den Ausbildungsbetrieben zu bezahlenden Lehrlingsentschädigungen für die Zeit des Berufsschulbesuches durch den Lehrling berücksichtigt werden", fordert Leitl die Bundesregierung auf. "Die Betriebe sind bereit, ihre Ausbildungsverantwortung zu übernehmen, dafür sollte man sie aber nicht bestrafen!", spielt Leitl auf die wiederholten Forderungen der SPÖ nach einer Fondslösung an. (GT)

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