NÖ Bauinnung analysiert "geplante" Bauinsolvenzen

Schuster: Gelockerte Zugangsbestimmungen sind mitschuld

St. Pölten (OTS) - Die pauschal-Vorwürfe, welche sich das Baugewerbe anläßlich der jüngst bekannt gewordenen betrügerischen, sowohl Finanz als auch Sozialversicherung prellenden Bau-Insolvenzen anhören mußte, haben die Landesinnung NÖ Bau dazu bewogen, die Situation genauer zu durchleuchten. Einen der Hauptgründe der Problematik sieht NÖ Bau-Landesinnungsmeister Ing. Manfred Schuster in den Zugangsbestimmungen zum Baugewerbe: "Wenn man zuerst in der Gewerbeordnung von Reform zu Reform die Zugangsbestimmungen lockert, braucht man sich hinterher nicht zu wundern, wenn das von einigen professionellen Betrügern schamlos ausgenützt wird." Die nun geplante Haftung der Generalunternehmer für die Abführung der Mehrwertsteuer der Subunternehmer sei ein "Abwälzen der Verantwortung auf unschuldige Dritte" und stelle gar keine Lösung dar, wenn es sich nicht um einen Subauftrag handelt, zeigt Schuster auf.

Abgesehen davon, daß das Minus in Staatssäckel und Sozialversicherung letztlich von den korrekten Betrieben ausgeglichen werden müsse, "wird da auch eine ganze Branche völlig zu Unrecht in Mißkredit gebracht, nachdem ihnen vorher viele Aufträge mit Dumping-Angeboten weggeschnappt worden sind, bei denen die Hinterziehung von Steuer und Sozialversicherung bereits fix eingerechnet war", ist Schuster überzeugt. Der Schaden, den das Baugewerbe durch diese Pauschal-Vorwürfe erleidet, sei beträchtlich:
"Viele Leute unterscheiden nicht und denken 'irgendwas wird schon dran sein'."

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