Rotes Kreuz fordert Katastrophenkarenz

Wien (Rotes Kreuz) - Mehr als 1.500 Rotkreuz-Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen waren in den letzten Tagen im Katastropheneinsatz. Viele davon mussten sich von ihren Arbeitgebern frei nehmen, oft wurde Zeitausgleich oder Urlaub genommen, um helfen zu können.

"Das Rote Kreuz fordert erneut, dass Mitarbeiter von Hilfsorganisationen vom Gesetz her das Recht auf Freistellung haben, wenn sie auf Katastropheneinsatz müssen. Diese Katastrophenkarenz soll dem Arbeitnehmer rasch und unbürokratisch ermöglichen, seine Einsatzorganisation zu unterstützen", so Rotkreuz-Präsident Fredy Mayer.

Die oft wochenlangen Ausbildungen und Übungen für die Katastrophenhelfer finden in der Freizeit statt, außerdem bringt der Einsatz der Freiwilligen ja enormen volkswirtschaftlichen Nutzen, weil Leben gerettet werden und Leid gelindert wird.

"Ohne den Einsatz der freiwilligen Helfer, wären Einsätze wie das Hochwasser der vergangenen Woche nicht zu bewältigen. Daher ist es nicht zu verstehen, dass einige unserer Mitarbeiter noch mit Problemen am Arbeitsplatz konfrontiert sind, wenn sie vom Einsatz kommen. Ich möchte daher an dieser Stelle allen Arbeitgebern danken, die ihre Mitarbeiter ohne Probleme in den Einsatz ziehen ließen", ergänzt Mayer.

Die Forderung nach Erleichterung von Sonderurlauben und Freistellungen wird vom Roten Kreuz immer wieder gefordert. Gerade in der Urlaubszeit und unter der Woche würde sich die Einsatzbereitschaft der Einsatzorganisationen für große Ereignisse durch solche Maßnahmen dramatisch verbessern.

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