ÖBB: Neubau Innsbruck Hauptbahnhof läuft nach Plan

Gitterstruktur und Transparenz bei der Gleichenfeier Nordtrakt bereits gut erkennbar

Innsbruck (OTS) - Der Neubau des Innsbrucker Hauptbahnhofes läuft auf Hochtouren. Ein wichtiger Meilenstein in der Bauabwicklung kann nunmehr gefeiert werden: Der Rohbau des ersten Bauabschnittes wurde fertig gestellt. Bei der traditionellen Gleichenfeier am 9. August überzeugten sich Bürgermeister DDr. Herwig van Staa, der Geschäftsführer der Schieneninfrastrukturgesellschaft (SCHIG) Mag. Gilbert Trattner und DI Norbert Steiner, Leiter der ÖBB-Bahnhofsoffensive vom zügigen Baufortschritt.****

BAUPHASE 1 - WIRD IM JÄNNER 2003 FERTIG GESTELLT Seit dem offiziellen Startschuss für den Bahnhofsneubau - Spatenstich war am 5.11.2001 - wurde mit Hochdruck an der Baurealisierung gearbeitet. Die Monate November und Dezember 2001 waren von Abbruch-und Aushubarbeiten bestimmt. In den darauf folgenden sieben Monaten konnte der Rohbau des Nordtraktes - erster Bauabschnitt - fertig gestellt werden. Über 7.300 m3 Beton und 820 t an Baustahl wurden verbaut.

Besonders heikel waren die Arbeiten zur Herstellung der Gitterstruktur mit rotem scharfkantigem Sichtbeton. Mittlerweile begannen bereits die Installationsarbeiten für die gesamte Haustechnik - Elektroanlagen, Heizung, Sanitär-, Sprinkleranlage und Lüftung - sowie die Arbeiten für die Dachabdichtung. Die Innenarbeiten für den ersten Bahnhofsteil, der ca. 2/3 des gesamten Bauvolumens umfasst, sollen im Jänner 2003 abgeschlossen werden, damit die Provisorien zur Betriebsabwicklung und alle kundenrelevanten Serviceeinrichtungen von der provisorisch erweiterten kleinen Halle in den ersten Neubauteil verlegt werden können.

BAUPHASE 2 - DAUERT KNAPP ELF MONATE
Im Februar 2003 startet mit dem Abbruch des Südtraktes des noch bestehenden Bahnhofgebäudes bis hin zum Autobusbahnhof die Bauphase 2. Für die Fertigstellung dieses Bauabschnittes werden nur knapp elf Monate veranschlagt, so dass mit Ende 2003 das neue Bahnhofsgebäude am Innsbrucker Hauptbahnhof steht.

VOLLER BETRIEB WÄHREND DES NEUBAUS Derzeit wird die gesamte Kundenbetreuung in der kleinen erweiterten Bahnhofshalle abgewickelt, in der auch viele Serviceeinrichtungen und Geschäfte zur Verfügung stehen. Der Zugang zu den Bahnsteigen ist nur durch den südlichen Personentunnel in der kleinen Bahnhofshalle möglich. Wenn der südliche Bahnhofsteil abgetragen wird, übersiedeln Verkaufs- und Serviceeinrichtungen in den zwischenzeitlich fertig gestellten Nordtrakt. Der erste Bauabschnitt des neuen Bahnhofgebäudes wird dann über den nördlichen Personentunnel an die Bahnsteige angebunden.

DIE BAUPHASEN IM ÜBERBLICK Bauphase 1: November 2001 bis Jänner 2003 November und Dezember 2001: Abbruch Nordtrakt und große Bahnhofshalle Anfang 2002 - September 2002: Rohbau und Beginn Innenausbau der ersten Bahnhofshälfte Oktober 2002: Baubeginn der neuen Tiefgarage Ende 2002 und Jänner 2003: Fertigstellung und Besiedelung des Nordtrakts

Bauphase 2: Februar 2003 bis Dezember 2003
Februar und März 2003: Abbruch Südtrakt Hauptbahnhof und Aushubarbeiten

Anschließend Beginn Rohbau
Mitte 2003: Beginn der Arbeiten zur Gestaltung des Südtiroler Platzes Mitte 2003: Fertigstellung Tiefgarage
Bis Ende 2003: Sukzessive Fertigstellung Hauptbahnhof neu
Mitte 2004: Fertigstellung Bahnhofvorplatz

DAS BAHNHOFSGEBÄUDE AUS ARCHITEKTONISCHER SICHT In Innsbruck wird die fast einmalige Chance genutzt, einen Personenbahnhof zur Gänze neu zu bauen, ein Bauwerk zu errichten, das zur neuen Visitenkarte für die Stadt Innsbruck wird. Der Bahnhof wird nach den Plänen der Grazer Architekten Riegler und Riewe als eigenständiger Baukörper errichtet. Baulich setzt er sich in der Flucht des nördlich gelegenen historischen Uhrturmgebäudes fort. Die Hauptmerkmale des neuen Bahnhofes sind Transparenz, Offenheit, Übersichtlichkeit und kurze Wege von der Bahnhofshalle zu den Bahnsteigen. Das gesamte Bahnhofsgebäude wird als Betongitterstruktur errichtet. Die Öffnungen werden beidseitig verglast, womit die Transparenz Schiene-Straße erreicht wird. Das Gebäude ist 180 m lang, 18 m breit und 12,5 m hoch. Die eigentliche Bahnhofshalle misst innen 104 m mal 11 m. Durch das Tieferlegen des Niveaus um 4,5 m ergibt sich eine Raumhöhe von 15,5 m.

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