Bekleidungsindustrie: Steigender Importdruck erfordert Reaktionen

Lohnnebenkosten müssen zur Standortsicherung reduziert werden

Wien (PWK573) - "Der Abbau der Importquoten und das Auslaufen der verbleibenden Quoten per Ende 2004 erfordern dringend Maßnahmen zur Sicherung des Industriestandortes Österreich", betonte heute, Freitag, Wilhelm Ehrlich, Obmann des Fachverbandes der Bekleidungsindustrie Österreichs. "Zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die lohnintensive österreichische Bekleidungsindustrie müssten die Lohnnebenkosten reduziert werden z. B. die Beiträge zur Arbeitslosen- und Unfallversicherung sowie zum Insolvenzfonds!", so Ehrlich.

Die österreichischen Importe an Bekleidung stiegen 2001 um 7,2% auf 3,33 Mrd. Euro. Die größten Zuwächse waren bei der Türkei (180 Mio Euro, + 11,6%), Bangladesch (73 Mio Euro, + 36%), Indien (52 Mio Euro, + 9,5%), Tunesien (30 Mio Euro, + 30%), Vietnam (19 Mio Euro, + 18%) und Pakistan (17 Mio Euro, + 16%) zu verzeichnen, wie Franz J. Pitnik, Geschäftsführer des Fachverbandes der Bekleidungsindustrie feststellt.

Als weitere wirtschaftspolitische Maßnahme wird zur Verbesserung der Wettbewerbsbedingungen der Bekleidungsindustrie auch eine Modernisierung des Präferenzzollrechts für die österreichische Lohnfertigung in den mittel- und osteuropäischen Staaten angestrebt. Eine Realisierung dieses Vorschlages würde die Position vieler Bekleidungsunternehmen gegenüber dem Importdruck spürbar verbessern. "Eine verantwortungsvolle Wirtschaftspolitik darf die Konsequenzen des Quotenabbaues nicht negieren und ist zum Handeln aufgefordert, und zwar insbesondere im Bereich Lohnnebenkosten und Zollpolitik!" schloss Ehrlich. (us)

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