WKÖ fordert Gültigkeit der LKW-Kontingentkarten auf Sonderstrecken bis zu Mautpflichtbeginn

Schwarzer: Einstellung per 31.12.2002 wäre Missbrauch des Asfinag-Monopols

Wien (PWK571) - Die Wirtschaftskammer Österreich fordert die Beibehaltung der bestehenden Kontingentkarten für die Benützung von Sonderstrecken bis zum tatsächlichen Beginn der Mautpflicht. "Die von der Asfinag angekündigte Verschiebung des Endtermins des Verkaufs der 100-Fahrten-Karten vom 31.8. auf den 31.12.2002 ist keine Lösung", wehrt sich der Leiter der Abteilung für Umwelt-, Energie- und Infrastrukturpolitik in der WKÖ, Stephan Schwarzer, gegen den Monopolmissbrauch der Asfinag. "Damit würde die Asfinag die Wirtschaft immer noch zwingen, ihren gesamten Fahrtenbedarf für 2003 schon heuer im Voraus zu bezahlen!"

Die Vorverlegung möge im Sinn der Asfinag sein, da diese damit Einnahmen des Jahres 2003 im laufenden Wirtschaftsjahr verbuchen könnte, betont Schwarzer, "die Wirtschaftskammer besteht jedoch darauf, dass die Kontingentkarten bis zum tatsächlichen Termin der Einführung des Road Pricing - voraussichtlich zwischen 1.10.2003 und 1.1.2004 - verkauft und konsumiert werden können."

Die Behauptung der Asfinag, sie habe sich mit der Wirtschaftskammer in der Frage der Sonderstreckenmauten auf einen Kompromiss geeinigt, ist dementsprechend als unzutreffend zurückzuweisen, stellt Schwarzer klar.
Vielmehr sei die Asfinag aufgefordert, "von ihrem hohen Ross herunterzusteigen und sich an den Bedürfnissen ihrer zahlenden Kunden zu orientieren. Langfristig vereinbarte Konditionen über Nacht einseitig zu verschlechtern und damit die eigenen Stammkunden vor den Kopf zu stoßen, können sich nur Monopolisten leisten." (Ne)

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