MASSNAHMEN DER WLV HABEN NOCH GRÖSSERE KATASTROPHE VERHINDERT

Integrale Einzugsgebietsbewirtschaftung der Wildbach- und Lawinenverbauung hat sich bewährt=

Wien (OTS) Der von der Hochwasserkatastrophe
betroffenen Bevölkerung rasch zu helfen hat derzeit höchste Priorität. Gleichzeitig steht die Instandsetzung von Schäden an Schutzbauten an oberster Stelle. Bundesminister Mag. Molterer hat gestern abend nach einer Besichtigung des Katastrophengebietes im Kamptal zugesagt, im nächsten Ministerrat einen entsprechenden Bericht mit Beschlussfassung einzubringen. Auch wenn der Schaden derzeit noch nicht bezifferbar ist, zeigt ein erster Überblick, dass in vielen Regionen durch die von der Wildbach- und Lawinenverbauung und vom Schutzwasserbau gesetzten Maßnahmen eine noch größere Katastrophe verhindert wurde. Dies teilt das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft mit.****

Nach den heftigen Unwettern im März und Juni wurde nunmehr insbesondere der Norden Österreichs von schweren Regenfällen betroffen, wie man es in diesen Gegenden kaum kennt. Lokal fielen so viele Niederschläge, dass Experten von 500 bis sogar 1000jährigen Ereignissen sprechen. Gegen derartige Ereignisse gibt es kaum technische Verbauungsmaßnahmen, zusammen mit anderen Maßnahmen wie z.B. in der Raumplanung lassen sich allerdings negative Auswirkungen vermindern.

Wie die Erhebungen der Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung gezeigt haben, konnten jedoch in vielen Regionen durch entsprechende Schutzmaßnahmen Schäden in einem vielfachen Ausmaß verhindert werden. In den betroffenen Gebieten gilt es als nächstes rasch und unbürokratisch durch umfassende Sofortmaßnahmen beschädigte Verbauungen, angerissene Bachufer etc. zu sanieren, verfüllte Ablagerungsbecken, verklauste Bäche und dgl. mehr zu räumen und in weiterer Folge Maßnahmenprogramme zu erstellen. Wie die Erfahrungen gerade auch der letzten Monate gezeigt haben, kommt es immer wieder vor, dass ein und der selbe Wildbach zwei und auch drei mal hintereinander von größeren Niederschlagsereignissen betroffen war. Eine rasche Maßnahmensetzung ist daher das Gebot der Stunde, da beschädigte Verbauungen, angerissene Bachufer und verklauste Bäche bei einem weiteren Ereignis häufig noch größere Schäden anrichten können.
Der in den letzten 10 Jahren eingeschlagene Weg, nämlich Wildbäche nicht nur technisch zu verbauen, sondern ganze Einzugsgebiete zu behandeln und insbesondere biologische und raumplanerische Maßnahmen zusätzlich zu setzen, hat sich jedenfalls bewährt. Damit konnte vor allem in den gebirgigen Teilen Österreichs eine wesentlich größere Katastrophe verhindert werden. Die Maßnahmen des naturnahen Gewässerausbaues, der erfolgreiche Weg der Gewässerbetreuungskonzepte im Schutzwasserbau tragen ebenfalls zu einer Entschärfung von Hochwassersituationen bei. Diesen Weg konsequent weiter zu beschreiten gehört zu einer der wesentlichsten Aufgaben meines Ressorts", sagt der für den Schutzwasserbau und die Wildbach- und Lawinenverbauung zuständige Bundesminister Mag. Wilhelm Molterer dazu abschließend.

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