Würschl zu Causa Gaugg: Anderen Arbeitslosen hilft LH Haider nicht, obwohl sie sich nicht ins Out getrunken haben

Wien (SK) "ORF-Stürmer, Privilegienritter, Haiders Schultersitz, Beinah-PVA-Vizegeneral mit wahnwitzigen Forderungen, blauer Pensions-Bonze, Promi-Tennisschlägerschwinger, Alko-Testverweigerer und Nazi-Buchstabierer. Letztes brachte den wackeren FP-Mann vorübergehend zwar einen Karriereknick, dennoch bleibt Haiders Ex-Statthalter als Nazi-Buchstabierer in aller Munde - und scheint weiterhin in allen regionalen und internationalen Medien auf", stellte SPÖ-Landesgeschäftsführer Herbert Würschl am Donnerstag fest. ****

Gaugg buchstabierte als Klagenfurter FP-Kammerat, Stadtwerke- und Badereferent, FP-Landesgeschäftsführer und FP-Vizebürgermeister am 11. November 1993 in den "Frechen Fragen" von Chefreporter Harald Raffer in der 'Neuen Kärntner Tageszeitung' das Wort Nazi mit 'Neu, attraktiv, zielstrebig und ideenreich'. Und er antwortet auf die Frage, ob das sein Ernst sei. mit einem kurzen: 'Ja'.

Dazu Würschl: "Neu - ist das unverschämte Abkassieren von FP-Funktionären nicht. Attraktiv - wäre der Posten des PVA-Vizegenerals für Gaugg sicher gewesen. Zielstrebig - war Gaugg, als es um seine fette Politikerpension ging. Ideenreich - war Gaugg stets, um sich als angeblicher Kämpfer für kleine Leute zu verkaufen und beim Formulieren von Sonderverträgen."

Schon nach der 'Nazi-Buchstabiererei' in der KTZ sei Gaugg auf Tauchstation gegangen, "es folgten Klagsdrohungen gegen den Journalisten und gerichtliche Erhebungen auf beiden Seiten. Zu schlechter letzt stieg jener Mann, der die Frage was ihm das Wort Nazi sagen würde, so erschreckend beantwortete, in den Nationalrat auf, wo er ebenfalls mit sehr polternden Wortmeldungen glänzte. Bis vor wenigen Tagen. Landeshauptmann Haider hat aber schon angekündigt, den Herrn Gaugg zu versorgen. Hoffentlich droht Kärnten damit nicht ein Mini-PVA-Skandal", so Würschl.

Grundsätzlich müsse man dagegen auftreten, dass berufliche Existenzen vernichtet werden. "Doch Herr Gaugg erhält in sechs Jahren eine fette Pension und bezieht noch über Monate ein Nationalrats-Gehalt. Verliert ein Arbeiter oder eine kleine Verkäuferin ihren Job, stehen sie auf der Straße. Und weit und breit ist kein Landeshauptmann da, um diesen Menschen zu helfen. Dank der VP/FP-Politik sind leider viele 'kleine Leute' von Arbeitslosigkeit betroffen. Aber keiner von denen hat sich ins Out getrunken", so Würschl. (Schluss) bw

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