Für die Pflege eine Lanze brechen!

Wien (OTS) - Es kann nicht sein, dass über den Pflegeberuf
entweder gar nichts in der Presse vorzufinden ist oder nur in Zusammenhang mit negativen Meldungen. Die pflegerische Versorgung der Bevölkerung wird in naher Zukunft ein noch brisanteres Thema sein, auf Grund des zunehmenden Anteils an älteren Menschen in der Gesellschaft.

Pflegepersonen leisten unglaubliches - 24 Stunden am Tag - 7 Tage in der Woche. Sie sind dabei konfrontiert mit Schmerz, Leid, Angst, Trauer und Tod. Es ist ein Beruf, der ein hohes Maß an Menschenliebe und sozialer Kompetenz erfordert. Es geht darum, auf den jeweiligen Menschen in seiner besonderen Situation zuzugehen und einzugehen und dabei die bestmögliche Lösung zu finden, im Krankenhaus, im Pflegeheim oder zu Hause. Dazu braucht es ein umfassendes Fachwissen und eine gefestigte Persönlichkeit.

Der Pflegeberuf muss mit der allgemeinen Entwicklung der Medizin Schritt halten und gleichzeitig die Umstrukturierungen im Gesundheitswesen (Sparmaßnahmen) voll mittragen. Wenn gespart wird, dann in erster Linie bei der Gruppe der Pflegepersonen in Bezug auf Quantität und Qualität.

Stellenpläne werden auf ein Minimum reduziert - die Folgen davon sind bekannt: Burn out, hohe drop-out-Raten, kurze Verweildauer im Beruf, permanente Überlastung, Stress, hohe Unzufriedenheit im Beruf

Obwohl einzelne Politiker inzwischen Imagekampagnen für den Pflegeberuf gestartet haben, wird an den tatsächlichen Problemen nicht gearbeitet, sondern diese verschärfen sich zusehends. Die Arbeitsbedingungen wirken auf viele potentielle Interessenten abschreckend.

Die Politik wäre dringend gefordert, für den Pflegeberuf nachhaltige Konzepte umzusetzen. Es genügt nicht, vermehrt Hilfskräfte auszubilden und zu glauben, damit den Pflegebedarf abdecken zu können. Die billigste Lösung ist mit Sicherheit nicht die Beste. Die Qualität der Ausbildung ist entscheidend für die Qualität der Leistung und es stellt sich dazu die berechtigte Frage: Von wem und in wie möchte ich einmal gepflegt werden?

Ein weiteres Phänomen ist zu hinterfragen: Wenn es um das Thema "Krankenpflege" geht, wird höchst selten eine "Gesundheits- und Krankenschwester" dazu befragt. Darum: Wenn Sie Fragen zur Gesundheits- und Krankenpflege haben, fragen Sie uns!

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