E-Card: Ärzte weiter für Einhebung durch Dienstgeber

Inkasso durch Unternehmen solidarischer und einfacher zu realisieren

Wien (OTS) - In der Frage der Einhebung der E-Card-Gebühr hat die Österreichische Ärztekammer einen erneuten Vorstoß für das Inkasso des Entgelts durch die Dienstgeber unternommen. Eine Einhebung der Gebühr bei der ersten Lohnverrechnung durch die Unternehmen einmal im Jahr habe für die Versicherten den Vorteil, dass sie unbürokratisch und ohne großen Aufwand erfolgen könne und bewährte Strukturen zur Einhebung von Gebühren oder Steuern bei den Unternehmen schon vorhanden seien, erklärte der stellvertretende Bundeskurienobmann der niedergelassenen Ärzte, Dr. Walter Arnberger, in der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), am Donnerstag in einer Aussendung.

"Ich begrüße diesen Vorstoß von ÖÄK-Präsident Pjeta, denn das Inkasso durch die Dienstgeber ist die einfachste Art und Weise die Gebühr einzuheben und auch weitaus solidarischer, als Einhebung in den Ordinationen", betonte Arnberger. "Das Modell besticht durch seine Einfachheit, da bei der Lohnverrechnung praktisch nur eine Buchungszeile mehr ausgefüllt werden muss und so enorme Summen an Verwaltungsaufwand gespart werden können. Die Unternehmen verfügen mit ihren Lohn- und Steuerbüros schon über vorhandene und eingespielte Strukturen zum Abführen von Gebühren und Steuern, während für das Inkasso durch den Arzt eine eigene Administration geschaffen werden müsste und durch den Kampf mit der Bürokratie das Zeitbudget für die medizinische Betreuung der Patienten unverhältnismäßig belastet würde."

Darüber hinaus würden durch das Inkasso in der Arztordination indirekt jene bestraft, die krank seien und einen Arzt benötigten. Von der Einhebung durch die Unternehmen hingegen seien gleichermaßen Kranke wie Gesunde betroffen. "Letzteres entspricht am ehesten dem Solidargedanken unseres Gesundheitssystems", erklärte Arnberger. "Der Vorteil der Einhebung der E-Card-Gebühr für den Versicherten liegt auf der Hand, zumal er auch gleich eine automatisch gültige Karte hat und nicht erst beim Arzt seinen Versicherungsschutz aktivieren muss." (Schluss)

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