ARBÖ: Radweg auf Mariahilfer Straße ist "Fleißaufgabe"

Auf der Zweierlinie wäre nur vollwertiger Radweg sicher

Wien (ARBÖ) - Den Grünen-Forderungen, auf der Wiener Mariahilfer Straße einen Radweg einzurichten, kann der ARBÖ-Wien nichts abgewinnen. Es gibt dort weder Platz noch Bedarf, erklärt die Auto-und Radfahrerorganisation. Und auf der Zweierlinie müsse - wenn schon - ein vollwertiger, vom übrigen Verkehr getrennter, Radweg geschaffen werden, verlangt der ARBÖ.

Wenn der Wiener Grünen-Chef Christoph Chorherr einen Radweg auf der Mariahilfer Straße als "Signalwirkung" verlange, zeuge dies von geringem Kostenbewusstsein und wäre auch nicht der Realität entsprechend, meint man beim ARBÖ-Wien, der sonst zu den Befürwortern des städtischen Radverkehrs gehört. "Die innere Mariahilfer Straße ist bereits eine Tempo-30-Zone und dank baulicher Maßnahmen für den Durchzugs-Individualverkehr nicht attraktiv. Es können also Radfahrer ziemlich unbehindert auf dieser Verkehrsfläche unterwegs sein. Jede zusätzliche neue Verkehrsfläche würde entweder den Fußgängerboulevard oder die knapp bemessenen Parkplätze einschränken," erklärt ARBÖ-Landesgeschäftsführer Herbert Hübner.

Insgesamt müsse an der Ernsthaftigkeit der Grünen Sommer-Forderung gezweifelt werden, meint man beim ARBÖ. Sonst wäre es doch auch kaum möglich, dass Chorherr in einem Atemzug einen kaum realisierbaren Radweg verlangt, gleichzeitig aber die gesetzliche Benutzungspflicht für Radwege (wo ein Radweg ist, darf der Stadt-Radler nicht auf der Straße fahren) verlangt.
Zur immer wieder neu diskutierten Idee einer Radverkehrsanlage auf der Zweierlinie will der ARBÖ-Wien die Sicherheit der RadfahrerInnen sicherstellen: "Wenn man schon dieses Projekt realisieren will, dann muss ein vollwertiger Radweg her. Ein Mehrzweckstreifen würde bei dem starken motorisierten Verkehrsaufkommen nach wie vor die Sicherheit der Radfahrer nicht gewährleisten. Das geht nur mit baulicher Trennung," erklärte ARBÖ-Wien-Sprecher Hübner.

Eines muss bei beiden Projekten - so diese realisiert werden -jedenfalls gesichert sein: keine Reduktion der bestehenden Fahrspuren.

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