Kossina: Wien hat jedes Hochwasser fest im Griff (1)

430 Mio. Euro in den Hochwasserschutz investiert

Wien (OTS) - "Wien hat jedes Hochwasser fest im Griff" betonte heute, Donnerstag, Umweltstadträtin Dipl. Ing. Isabella Kossina. Seit gestern 14 Uhr gibt es auch in Wien Hochwasser, aber keine Überschwemmungen, obwohl das Hochwasser nach wie vor steigt. Zur Zeit werden 6.300 Kubikmeter Wasser pro Sekunde gemessen. Jene Menge Wasser also, die durch die Donau und durch die neue Donau fließt. Der Normalstand beträgt unter 5.000 Kubikmeter.
Erwartet wird ein Höchstdurchfluss von 7.000 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Das ergibt 1.500 Kubikmeter Wasser pro Sekunde durch das Entlastungsgerinne. Das sind 7.500 Badewannenfüllungen pro Sekunde. Kossina: "Investitionen in den Umweltschutz lohnen sich immer".

Eine Fließgeschwindigkeit von 3 Metern pro Sekunde wurde von den Mitarbeitern der MA 45, Wasserbau, gemessen. Der Pegel Korneuburg hilft als Orientierung: hier steigt das Wasser pro Stunde um zirka zwei Zentimeter.

Das Hochwasserereignis von gestern, das im Waldviertel und Mühlviertel Menschen bedroht und Verwüstungen nicht gekannten Ausmaßes hinterlässt, wird in Wien, dank der Maßnahmen, die in den letzten 30 Jahren gesetzt wurden, kaum wahrgenommen.

Die Stadt Wien hat in den Jahren 1972 - 1996 ein Donauhochwasserschutzprojekt errichtet, das es ermöglicht, die Donauhochwässer, die in Ober- und Niederösterreich starke Schäden verursachen, durch Wien abzuführen.

Durch die Errichtung eines zweiten Gerinnes (Entlastungsgerinne) - Neue Donau - und der Dämme am linken und rechten Donauufer ist es möglich, die auf Wien zukommenden Hochwassermassen abzuführen, ohne dass Wohnbezirke davon betroffen sind.

Dafür wurden in den Jahren 1972 - 1996 rund 30 Mio. m3 Erdmassen bewegt, die Sohle der Neuen Donau mit Steinen ausgelegt, dass es zu keinen Auskolkungen kommen kann und die Böschungen der Neuen Donau auch mit Bruchsteinen und Rasen-Betonsteinen befestigt.

Die Aufwendung für die Errichtung der Wien schützenden Hochwasserschutzbauten betrugen bis jetzt einschließlich Ausgestaltungskosten der Insel rd. 430 Mio EUR.

Durch die Errichtung der Neuen Donau wurde auch die allseits beliebte Donauinsel, die eigentlich ein Nebenprodukt zur Unterbringung der beim Gerinneaushub anfallenden Erd- und Schottermassen war, geschaffen.

Die von der Stadt Wien und dem Bund investierten Mitteln zur Errichtung dieses Jahrhunderprojektes haben sich schon vielfach bezahlt gemacht.

Die Maßnahmen, die in Wien zu setzen waren sind folgende:
Öffnen und ausdrehen der beiden schwimmenden Brücken in der Neuen Donau, Sichern der Rettungspontons an der Neuen Donau und routinemäßiges Besetzen der drei Wehranlagen zur Regulierung der Wehranlage. (Forts.) bfm

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