"profil": Grasser drängt auf Verkauf von OeNB-Beteiligungen

Liebscher lässt Anfrage durch OeNB-Organe prüfen

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat Finanzminister Karl-Heinz Grasser den Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), Klaus Liebscher, brieflich aufgefordert, die Sinnhaftigkeit verschiedener OeNB-Beteiligungen darzustellen. Liebscher möge mitteilen, so Grasser in seinem Schreiben, welche Beteiligungen er für die Bank für wichtig halte.

Hintergrund dieser offiziellen Anfrage ist laut "profil" Grassers Meinung, dass einige OeNB-Beteiligungen, wie etwa jene an der Casinos Austria AG, nicht unbedingt betriebsnotwendig seien und dass ein Verkauf überlegt werden sollte.

Ein für den Finanzminister angenehmer Nebeneffekt einer solchen Abgabe von OeNB-Beteiligungen bestünde darin, dass ein Teil des Verkaufserlöses in Form einer Sonderdividende dem Bundesbudget zugute kommen könnte.

OeNB-Gouverneur Klaus Liebscher zeigt sich bezüglich Grassers Ansinnen zurückhaltend und verweist darauf, dass die Nationalbank "eine klare Strategie" habe, in der auch die "Beteiligungen ihren Stellenwert besitzen". Liebscher zu "profil": "Was das Schreiben des Finanzministers angeht, so wird diese Fragestellung in den Organen der Bank zu behandeln sein."

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