Emotionaler Durchstich für Vollausbau der Pack

LH Haider und LR Dörfler sehen Licht für Ende der Benachteiligung von Kärnten und Steiermark - Vorrang für den Süden -Tunneldurchstichfeier beim Gräberntunnel auf der A2 Südautobahn 2

Wolfsberg (LPD) - Es war ein großer Augenblick, der erfolgreiche Durchstich beim Gräberntunnel auf der Südautobahn bei Wolfsberg, der nach rund zehnmonatiger Bauzeit erfolgte. Doch vielmehr sollte die heutige Feier ein "emotionaler Durchschlag" für den von Kärntner Seite vehement geforderten Vollausbau der Pack auf der A2 sein. Über eine unfallfreien erfolgreichen Tunneldurchschlag freuten sich Landeshauptmann Jörg Haider, Landesrat Gerhard Dörfler und Wolfsbergs Bürgermeister Gerhard Seifried mit der Tunnelpatin Barbara Gypser.

Kärntens Landeshauptmann forderte in diesem Zusammenhang nach der jahrzehntelangen Benachteiligung Kärntens einen "Vorrang für den Süden". Es gehe nicht darum, jetzt ein Bundesland zu bevorzugen, sondern die Versäumnisse der Vergangenheit zu beseitigen, so Haider. Mit dem Generalverkehrsplan sei jetzt endlich Schluss mit der Diskriminierung der Länder Steiermark und Kärnten, schob Landesrat Gerhard Dörfler noch ein Schäuferl nach. Die Sparvarianten auf der A2 seien gefährlicher Ausdruck dieser Haltung gewesen, war sie sich einig.

Jetzt werde mit dem "Innenausbau" der Weströhre beim Gräberntunnel begonnen. Die Verkehrsfreigabe ist im Herbst 2003 geplant. Gleich darauf soll mit der Generalsanierung der alten Ost-Röhre begonnen werden, berichtete der Vorstandsdirektor der ASFINAG, Franz Lückler. Für den endgültige Beseitigung der verbliebenen Autobahn-Engstellen zwischen Bad St. Leonhard und Wolfsberg ist ein Kostenrahmen von 110 Mio. Euro und ein Zeitplan bis 2006 vorgesehen. Stark gestiegen ist der Verkehr von 3000 Fahrzeuge bei der damaligen Fertigstellung im Jahr 1982 auf rund 15.000 Fahrzeuge, davon 18 Prozent LKW, derzeit. Sind auf Kärntner Seite nur noch elf Kilometer offen, so sind es in der Steiermark noch doppelt soviele, informierte Lückler über das Nadelöhr.

Diese Maßnahmen kommen viel früher als ursprünglich geplant, weil von Kärnten im Sinne der Verkehrssicherheit und des Verkehrsaufkommens entsprechend Druck gemacht wurde und weil sich Kärnten damals zur Vorfinanzierung bereit erklärt habe. Jetzt soll auch beim Katschbergtunnel Gas gegeben werden, versprechen Haider und Dörfler. Gemeinsam mit der ASFINAG wollen sie die zweite Röhre bzw. den Ausbau bis Gmünd schon im nächsten Jahr in Angriff nehmen.

Das 2,9 Kilometer lange Baulos beim Gräberntunnel besteht aus der zweiten Röhre (2.148 m) und einem vorgelagerten Brückenobjekt auf der Richtungsfahrbahn Klagenfurt. Für beide Bauvorhaben wurden Kosten in der Höhe von 41, 6 Millionen Euro veranschlagt. Der Tunnel wird nach neuesten Erkenntnissen der Tunnelexpertengruppe mit höchsten Sicherheitsvorkehrungen gebaut, einschließlich dreier Verbindungsstollen, die im Notfall für Einsatzfahrzeuge befahrbar sein werden. (Schluss)

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