Vorarlbergs Exporte erneut gestiegen

LH Sausgruber: "Unsere Wirtschaft ist international konkurrenzfähig"

Bregenz (VLK) - Die Vorarlberger Wirtschaft hat im Jahr
2001 Waren im Wert von 4,7 Milliarden Euro exportiert, um
4,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Das geht aus einem
aktuellen Bericht der Landesstelle für Statistik hervor. Landeshauptmann Herbert Sausgruber sieht in diesen Zahlen
"eine erfreuliche Bestätigung, dass Qualität aus Vorarlberg international konkurrenzfähig ist und unsere Wirtschaft
ihre Chancen auf den Weltmärkten wahrnimmt". ****

Dass die Zuwachsrate geringer ausfiel als in den Jahren
zuvor, hängt mit der konjunkturellen Entwicklung in
einzelnen Branchen zusammen. Im gesamten produzierenden
Bereich wurde eine Zunahme des Wertes der technischen Gesamtproduktion um 2,5 Prozent erzielt. Im Jahre 2000 am
Höhepunkt der Konjunktur stieg dieser Wert um 8,0 Prozent.
Das Wirtschaftswachstum hat sich im Jahre 2001 deutlich
verflacht. Die Entwicklung der Vorarlberger Exportzahlen in
den letzten Jahren (in Milliarden Euro):

1997 3,202 (+13 Prozent gegenüber dem Vorjahr)
1998 3,580 (+12 Prozent)
1999 3,915 (+9,5 Prozent)
2000 4,527 (+15,5 Prozent)
2001 4,712 (+4,1 Prozent)

In einzelnen Warengruppen boomten die Exporte 2001 nach
wie vor. Zuwachsraten von zehn Prozent und mehr wurden bei
Nahrungs- und Genussmitteln, optischen Geräten, Fahrzeugen
und Sportgeräten erzielt. Zu Verlusten im Exportgeschäft
kam es bei Holz und Holzwaren, bei Strom und bei Textilien.
Das Minus der Holzexporte trifft ausschließlich die Schweiz
und Deutschland, und zwar die Exporte von Schnittholz sowie
von Holzwaren für die Bauwirtschaft. Der Rückgang der
Stromexporte hängt mit Produktionsminderungen, aber auch
mit der Preisentwicklung auf dem Strommarkt zusammen. Im
Jahr 2000 erzielte die Elektrizitätswirtschaft überdurchschnittliche Exportzuwächse, die 2001 zum Großteil wieder verloren gingen. Die Exporte der Textilindustrie
waren nach allen wichtigen Partnerländern rückläufig.

Warenobergruppen (in 1.000 Euro)
2000 2001 Veränderung
in Prozent
- Nahrungs-, Genussmittel 397.098 442.203 + 11,4
- Erdölprodukte, Strom 106.943 89.282 - 16,5
- Chem.u.pha. Produkte,
Kunststoff 232.097 252.237 + 8,7
- Holz und Holzwaren 60.698 47.229 - 22,2
- Papier und Papierwaren 130.244 131.690 + 1,1
- Textil.,Garne, Gewebe 343.437 309.275 - 9,9
- And.Textil., Bekleidung 634.237 629.698 - 0,7
- Eisen u. Metallwaren 849.451 920.095 + 8,3
- Kessel, Maschinen,
Apparate 699.886 742.939 + 6,2
- Elektrische Maschinen,
Apparate und Waren 320.606 321.971 + 0,4
- Fahrzeuge 98.091 111.756 + 13,9
- Optische u. fotografische
Geräte, Musik 93.059 114.165 + 22,7
- Möbel, Bettwaren,
Beleuchtung 380.399 399.822 + 5,1
- Spielzeug, Spiele, Sport 101.743 112.790 + 10,9
- Kunst, Sammlungsstücke 515 121 - 76,5
- Sonstige Waren 79.210 87.476 + 10,4

Gesamt 4.527.716 4.712.749 + 4,1

Besonders erfolgreich war die Vorarlberger Wirtschaft in
den europäischen Oststaaten, in den USA, in Kanada, in
Japan, in Hongkong, in Malaysia, in Singapur, in Südkorea
sowie in einzelnen afrikanischen Staaten und in Australien.
Die Steigerungsraten schwanken zwischen 15 und über 30
Prozent. Beachtliche Zuwächse konnten auch in Italien, in
den Benelux-Staaten, in Frankreich und in Großbritannien
erzielt werden. Auch die Exporte in die Schweiz und nach Liechtenstein wurden erhöht. Das Fürstentum Liechtenstein
rangiert unter den wichtigsten Exportpartnern Vorarlbergs
an 7. Stelle, hinter Deutschland, der Schweiz, Italien, Großbritannien, den USA und Frankreich. In den meisten
anderen wichtigen Ländern mussten Verluste hingenommen
werden (Schweden –2,5 Prozent, Deutschland –3,2 Prozent, Finnland –4,5 Prozent und Portugal –22,5 Prozent).

Der Rückgang der Exporte nach Deutschland hängt mit der Entwicklung bei Strom, Holz und Holzwaren, Papier und
Papierwaren, Textilien, Kessel, Maschinen und Apparaten,
Möbeln sowie Eisen- und Metallwaren zusammen. Die Einbußen
diese Warengruppen betrugen bis zu 30 Prozent. Zuwächse
wurden in Deutschland mit Nahrungs- und Genussmitteln,
Kunststoffen, Fahrzeugen und Sportartikeln erzielt.

Wirschaftsblock/Land (in 1.000 Euro)
2000 2001 Veränderung
in Prozent

EU 2.647.880 2.655.282 + 0,3
- Benelux 125.157 139.484 + 11,4
- Frankreich 206.416 217.829 + 5,5
- Deutschland 1.483.193 1.436.333 - 3,2
- Italien 304.534 338.476 + 11,1
- Großbritannien 246.615 258.002 + 4,6
- Andere EU-Staaten 281.964 265.158 - 6,0
EFTA 917.072 940.736 + 2,6
- Liechtenstein 152.680 156.288 + 2,4
- Schweiz 737.895 756.139 + 2,5
- Andere EFTA-Staaten 26.497 28.310 + 6,8
GUS 27.116 45.104 + 66,3
Andere europ. Staaten 325.908 359.535 + 10,3
USA und Kanada 228.766 272.573 + 19,1
Andere amerik. Staaten 31.440 40.092 + 27,5
Asien 231.028 242.983 + 5,2
Afrika 86.929 119.522 + 37,5
Australien 31.575 36.918 + 16,9

Gesamt 4.527.716 4.712.746 + 4,1

Die Österreichische Wirtschaft steigerte ihre Exporte um
sieben Prozent, und zwar von 69,7 Milliarden Euro im Jahr
2000 auf 74,45 Milliarden Euro im Jahre 2001. In der EU
konnte eine Zuwachsrate von sieben Prozent erzielt werden,
in der EFTA kam es zu einem Minus von über 13 Prozent. Die
gesamten österreichischen Exporte in die Schweiz sanken um
15 Prozent. Beim wichtigsten Handelspartner, Deutschland,
gab es österreichweit ein Plus von 3,5 Prozent. Vorarlberg
konnte demgegenüber seine Exporte in die Schweiz erhöhen,
in Deutschland mussten Verluste hingenommen werden.

Den detaillierten Exportbericht gibt es im Internet (www.vorarlberg.at unter "Land & Politik" und "Statistik") (so/gw,nvl)

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