Kärnten vergibt wieder angesehenen Preis für Menschenrechte

Unabhängige Jury entscheidet über Einreichungen - 9. Kärntner Menschenrechtspreis mit 8000 Euro dotiert - Verleihung durch den Landeshauptmann - Auch Menschenrechtsarbeit im Alltag ist preisverdächtig - Teilnahme am Menschenrechtspreis 2002 bis
31. Oktober möglich=

Klagenfurt (LPD)- Bis 31. Oktober können Teilnehmer für den "Kärntner Menschenrechtspreis 2002" nominiert werden. Der mit 8000 Euro dotierte Preis wurde 1994 ins Leben gerufen und hat seither großes Ansehen erworben. Kärnten hat damit eine Vorreiterrolle in Österreich eingenommen. Mit der Verleihung sollen die Menschenrechte im Allgemeinen und im Besonderen in Erinnerung gerufen werden.

Kärntner und Nicht-Kärntner teilnahmeberechtigt

Nach den Vorstellungen des Menschenrechtsbeirates, der von der Kärntner Landesregierung eingerichtet wurde und für die Ausschreibung und Vergabe des Preises eingesetzt ist, gehe es dabei nicht nur um abstrakte Menschenrechtsverletzungen in entfernten Ländern, sondern auch um Verbesserungen im menschlichen Zusammenleben -Menschenrechtsarbeit im Alltag ist laut Jury ebenso auszeichnungswürdig.

Als Preisträger können Kärntnerinnen und Kärntner nominiert werden, die sich im In- und Ausland für Menschenrechte einsetzen aber auch Nicht-Kärntner, die hierzulande tätig wurden. Dabei können bekannte Persönlichkeiten oder auch bislang unbekannte Personen, die im kleinen Bereich, wie beispielsweise in der Nachbarschaftshilfe tätig sind, zum Zug kommen. Es gilt also nicht nur der Einsatz um politische oder religiöse Menschenrechte als Verleihungsgrund.

Verleihung durch den Landeshauptmann

Bis zum 31. Oktober d. J. können Vorschläge für die Zuerkennung des Menschenrechtspreises 2002 an das Amt der Kärntner Landesregierung, Landesamtsdirektion, Arnulfplatz 1, 9021 Klagenfurt, z. Hd. Mag. Günther M. Trauhsnig (Seit 1999 mit der Geschäftsführung des Kärntner Menschenrechtsbeirates bzw. Organisation der Verleihung des Kärntner Menschrechtspreises betraut) gerichtet werden. Personen oder Gemeinschaften können von der öffentlichen Hand, Vereinen aber auch von Einzelpersonen nominiert werden. Zugelassen sind ebenfalls aktualisierte frühere Einreichungen. Der Preis wird rund um den 10. Dezember, dem "Internationalen Tag der Menschenrechte", von Landeshauptmann Dr. Jörg Haider verliehen.

Den Vorsitz in der Auswahljury hat Dr. Larissa Krainer von ai-Kärnten inne. Mitglieder sind Dompfarrer Msgr. Mag. Michael Rauter (röm-kath. Kirche), Pfarrer Mag. Lutz Lehmann (evang. Kirche) und der Altkatholische Pfarrer Erich Ickelsheimer sowie die Parteienvertreter, LAbg. Dietlinde Kreutzer (FPÖ), LAbg. Dr. Peter Kaiser (SPÖ) und Mag. Udo Puschnig (ÖVP).

Bisherige Preisträger

Die ersten Preisträger vor neun Jahren waren der Flüchtlingsexperte aus Villach, Karl-Heinz Birkhold, und das Frauenhaus in Klagenfurt. Und auch voriges Jahr wurde die Auszeichnung zweigeteilt: Den Kärntner Menschenrechtspreis 2001 erhielten die Projektgruppe "Suizid" unter der Leitung von Mag. Astrid Timko (Philosophieprofessorin am Ursulinengymnasium in Klagenfurt) für ihre Beschäftigung mit dem Tabuthema "Selbstmord von Jugendlichen" sowie der Rektor des Katholischen Bildungshauses Tainach, Jože Kopeinig, für sein vielseitiges und grenzüberschreitendes Engagement. (Schluss)

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