Totengräber Conti zeigt sein wahres Gesicht

Wien (GdC/ÖGB). Nachdem Conti die Semperit-MitarbeiterInnen viele Monate mit offensichtlich vorgetäuschter Bereitschaft in der Hoffnung ließ, den Weiterbetrieb des Werkes in Traiskirchen durch einen der Kaufinteressenten zu ermöglichen, lässt der Reifenkonzern jetzt seine Maske fallen.++++

Nun wird offensichtlich, dass diese Verkaufsgespräche nur Berechnung waren, um die reibungslose Produktion bis zum letzten Tag und den Abtransport der Maschinen nach Tschechien sicherzustellen. Es kann kein Zufall sein, dass genau am letzten Tag der Reifenproduktion, an dem fast tausend Menschen arbeitslos werden, einem Viertel der restlichen MitarbeiterInnen nun ebenfalls der "blaue Brief" angekündigt wird.

Als besonders beschämend kritisiert der Vorsitzende der Chemiegewerkschaft, Wilhelm Beck das Verhalten der Politiker. Schweigekanzler Schüssel´s Universalrezept für alles ist totschweigen und durchtauchen, in der Hoffnung auf ein schlechtes Langzeitgedächtnis der WählerInnen. Außerdem wird ihm scheinbar die Zeit zum Regieren knapp, da er sie - ähnlich wie die restliche Regierungsmannschaft - bei Fototerminen in den Werbeagenturen verbringt. Motto: "Inserieren statt regieren".

Würden die zuständigen Minister - so Beck - für die Semperitler auch nur einen Bruchteil jener Energie einsetzen, den sie aufwenden um dem Privilegienritter Nr. 1 dieser Republik, Gaugg, einen Zusatzjob um € 10.000.- monatlich zu verschaffen, bräuchten sich die wirklich "kleinen Leute" - deren Stimmen sich diese Parteien mit gebrochenen Wahlversprechen erschwindelten - keine Sorgen mehr zu machen.

ÖGB, 1. August 2002
Nr. 629

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Wilhelm Beck
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