ARBÖ: Einreise nach Jugoslawien

Visumpflicht wird unterschiedlich gehandhabt

Wien (ARBÖ) - Das frühere Jugoslawien erfreute sich als Reiseland stets großer Beliebtheit unter den Österreichern. Besonders das heute selbstständige Kroatien wird nach wie vor eifrig frequentiert und dürfte, laut ARBÖ-Reise-Service, gerade in diesem Sommer wieder viele österreichische Urlaubsgäste anziehen. Seit den Kriegen hat sich aber einiges am Balkan geändert, wobei es den Namen "Jugoslawien" eigentlich strenggenommen nicht mehr gibt: Die beiden im Bundesstaat verbliebenen Teilrepubliken einigten sich dieses Frühjahr auf den gemeinsamen Namen "Serbien-Montenegro". Der ARBÖ gibt einen Überblick über die Visumpflicht.

Grundsätzlich muss für die Einreise nach Jugoslawien bei den jugoslawischen Vertretungen in Österreich ein Visum beantragt werden. Die Behörden unterscheiden zwischen Transit- und Urlaubsvisum. Laut Konsulatsauskunft gegenüber dem ARBÖ belaufen sich die Kosten für ein Transitvisum auf € 33,-, ein Urlaubsvisum - ausstellbar bis maximal 30 Tage - kostet
€ 7,-. Letzteres kann man einfach und unkompliziert direkt an der Grenze erhalten, ein gültiger Reisepass genügt. Dem ARBÖ wurde im Zuge seiner Recherchen vom Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten mitgeteilt, dass diese Sonderregelung noch bis Ende September in Kraft sein wird.

Urlaubs- oder Transitvisum

Das Außenministerium teilte dem ARBÖ mit, dass einige Transitreisende - um Zeit und Geld zu sparen - bei der Einreise nach Jugoslawien ein Urlaubsvisum beantragen. So sei es in der Vergangenheit schon diesbezüglich beim Verlassen Jugoslawiens in Richtung Türkei oder Griechenland zu Problemen gekommen. Der ARBÖ rät von der Erschleichung eines Urlaubsvisums dringend ab, weil die Behörden bei der Ausreise Schwierigkeiten machen können.

Montenegro geht seine eigenen Wege

Montenegro ist zwar noch immer Teil Jugoslawiens, jedoch verfügen Serbien und Montenegro über getrennte Zentralbanken, Währungen und Zölle. Dem ARBÖ wurde seitens des Außenministeriums erläutert, dass -zumindest theoretisch - für Montenegro die selben Einreisebestimmungen wie für Serbien gelten, in der Praxis jedoch Montenegro keine Visumpflicht für Ausländer kennt, außer man reist über Serbien ein!

Der ARBÖ ruft den Autofahren in Erinnerung, dass die grüne Versicherungskarte bei der Einreise nach Jugoslawien erforderlich ist. Außerdem darf Treibstoff in Reservekanistern nicht mitgenommen werden. Tipps und Reisebroschüren, die weiterführende Informationen bieten, liegen in jeder ARBÖ-Dienststelle auf oder können via Internet unter www.arboe.at abgerufen werden.

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