Wirtschaft lehnt überfallsartige Maut-Verdoppelung auf Sonderstrecken vehement ab

Mitterlehner: Bundesminister Reichhold soll gegen Monopolmissbrauch der Asfinag einschreiten

Wien (PWK560) - Die Asfinag plant auf Basis vorliegender
Unterlagen die Beseitigung der Jahreskarten und der 100-Fahrtenkarten für Lkw auf den bemauteten Sonderstrecken bereits ab 1. September 2002. "Dies führt für die betroffene Wirtschaft in den ohnedies verkehrsgeographisch benachteiligten Regionen in der Steiermark, Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg zu einer Verdoppelung der Mautkosten", protestiert der Generalsekretärstellvertreter der WKÖ, Reinhold Mitterlehner. "Die Wirtschaftskammer Österreich lehnt das Vorgehen der Asfinag auf das Entschiedenste ab und fordert Bundesminister Mathias Reichhold als zuständige Aufsichtsbehörde auf, diesem eklatanten Monopolmissbrauch der Asfinag Einhalt zu gebieten."

Wenn schon die Asfinag jegliche Rücksichtnahme auf die zahlenden Kunden vermissen lasse, so müsse jetzt Verkehrsminister Reichhold dafür sorgen, dass die bestehenden Regelungen für Kontingent- und Jahreskarten bis zu generellen Einführung des Mautregimes für Lkw aufrecht bleiben, fordert Mitterlehner. Offenbar wolle die Asfinag ihre Kunden dazu zwingen, sich schon im Vorhinein - vor dem 1. September - für ihren gesamten Bedarf mit Kontingentkarten einzudecken, um möglichst viel Geld in die Kassen der Asfinag fließen zu lassen. Minister Reichhold ist deshalb gefordert, der Asfinag die Zügel enger anzulegen, wenn die Interessen des Wirtschaftsstandortes dies erfordern.

Konkret fordert Mitterlehner eine Fortsetzung der Abgabe der 100-Fahrten-Karten bis zum Beginn der allgemeinen Mautpflicht und die Einführung einer 50-Fahrten-Karte, um zu vermeiden, dass die Asfinag ungerechtfertigtes Körberlgeld von jenen Firmen kassiert, die eine Sonderstrecke weniger als 100 Mal befahren. Notwendig ist auch der EU-konforme Einbau der international üblichen Vielfahrerregelung in das künftige generelle Mautregime, betont der WKÖ-General. (Ne)

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