"Weltkulturerbe" Klotz: Bund muss Verantwortung wahrnehmen

Wien (OTS) - "Selbstverständlich wird Wien alles dazu tun, dass es nicht, wie von manchen befürchtet, zu einer Aberkennung des Prädikats Weltkulturerbe für die Wiener Innenstadt kommt. Allerdings sind dazu auch die zuständigen Bundesdienststellen angehalten, ihren diesbezüglichen Verpflichtungen nachkommen", betonte Wiens Koordinator für das Weltkulturerbe, Dr. Arnold Klotz, am Mittwoch anlässlich der derzeitigen Diskussion über das Projekt Wien Mitte im Zusammenhang mit dem Weltkulturerbe Innere Stadt. Klotz erinnerte daran, dass der Antrag auf Verleihung des Prädikats seitens des zuständigen Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur gestellt wurde. "Wir haben Ministerialrat Dr. Horcicka bereits Mitte Juli eine entsprechende erste Darstellung der Entwicklungen aus der Sicht Wiens übermittelt mit dem Ersuchen, die seitens des Ministerium notwendigen Schritte zu ergreifen, und gehen davon aus, dass es auch im Interesse des Ministeriums ist, dass es zu keiner Gefährdung des Prädikats "Weltkulturerbe" kommt", so Klotz.****

Nicht zuletzt seien gerade die immer wieder angesprochenen denkmalpflegerischen Aspekte in Verantwortung des Bundes. Verwundert zeigte sich Klotz deshalb auch darüber, dass die stellvertretende Leiterin des Bundesdenkmalamtes sich zu Denkmalfragen gerade im Zusammenhang mit Wien Mitte geäußert hat, wo doch die Denkmalpflege besonders bei der Erhaltung historischer Gebäude in der Innenstadt gefragt ist. Sowohl UNESCO-Weltkulturerbe als auch Bandarin und Petzet hätten sich auch für Wien überraschenderweise kritisch zu den sehr "zurückhaltenden" Denkmalschutzaktivitäten in der Wiener Innenstadt geäußert.

Wie der Koordinator abschließend betonte, werde der geforderte Bericht selbstverständlich bis 1. Oktober der UNESCO vorgelegt, und setze Wien zudem mit einem eigenen Managementplan für das Weltkulturerbe einen internationalen Standard. (Schluss) gb

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