Sparkassen sind transparent und sicher

Jüngste Forderungen der AK gehen ins Leere - Haftungsverbund sichert Einlagen der Sparkassenkunden

Wien (OTS) - Die jüngsten Forderungen der AK nach mehr Sicherheit und Transparenz für die Bankkunden gehen nach Ansicht des Österreichischen Sparkassenverbandes ins Leere. Erich Rebholz, Generalsekretär des Sparkassenverbandes, erinnerte daran, dass den Banken auf der Kostenseite nicht zuletzt durch zahlreiche Interventionen auch von Seiten der Konsumentenschützer im Gegensatz zur ausländischen Konkurrenz in vielen Bereichen die Hände gebunden sind. "Wir haben bei den Gebühren nicht den Spielraum wie vergleichbare Institute im Ausland. Die hohen Kosten für Kontoführung und Überweisungen müssen eben auf andere Weise zumindest teilweise gedeckt werden", so Rebholz. Damit erkläre sich auch die unterschiedliche Wertstellung von Einzahlungen und Auszahlungen, was im übrigen gesetzlich zulässig ist. Rebholz wies in diesem Zusammenhang auf eine Studie des Unternehmensberaters Mckinsey hin, wonach ein Girokonto in Österreich jährlich nur 38,20 Euro an Gebühren kostet und damit erheblich unterbedeckt ist. In Deutschland sind es knapp 56 Euro und in Italien sogar 119 Euro.

Was die Überweisungsdauer betrifft, so sind die Sparkassen dank ausgefeilter EDV-Technik schon jetzt deutlich schneller als viele andere Institute. Innerhalb des Sparkassensektors dauern die Überweisungen einen Tag. In fremde Netze höchstens zwei Tag.

Bei den Kontoüberziehungen liegt das Problem darin, dass im Grunde jeder Überziehungsrahmen einer Kreditzusage gleichkommt, von der man nicht weiß, wann sie eingelöst wird und die obendrein noch vergebührt werden muss. "Deshalb fordern wir schon seit langem die Abschaffung der anachronistischen Kreditgebühr, die Anfang des Jahrhunderts als Ausgleich für das teure Papier für Verträge eingeführt wurde", so Rebholz. Derzeit wird in Österreich beim Abschluss eines Kreditvertrages 0,8% bzw. 1,5% vom Kreditbetrag als Gebühr eingehoben. Diese wäre dann auch bei einem Überziehungskredit fällig.

In der Frage der Einlagensicherheit weist Rebholz darauf hin, dass seit 1. Jänner 2002 die Erste Bank und nahezu alle österreichischen Sparkassen im Rahmen eines Haftungsverbundes die Auszahlung der Kundeneinlagen über den gesetzlich gesicherten Betrag von EUR 20.000,-- hinaus garantieren. Im Haftungsverbund ist auch ein Früherkennungssystem verankert, um frühzeitig auf wirtschaftliche Schwierigkeiten von Verbundsparkassen reagieren zu können. Der Absicherungsfall, nämlich der Konkurs einer Verbundsparkasse, wird schon im Vorfeld vermieden. Unser vorrangigste Ziel ist, dass es nie zu einem Anlassfall aus dem Haftungsverbund kommt und somit die Kundeneinlagen wie in der Vergangenheit sicher und ertragreich bei den Sparkassen veranlagt sind", schloss Rebholz.

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