Neu in Berlin: Call-A-Bike - Mietfahrräder der Deutschen Bahn

Berlin (OTS) - Anmoderation

Ab heute (Mittwoch, den 31. Juli 2002) beginnt in Berlin ein neues Fahrrad-Zeitalter: die Deutsche Bahn bietet nun auch in der Bundeshauptstadt Ihren Mietfahrrad-Service an. In München hat sich das "Call-A-Bike"-Konzept im vergangenen Jahr mit großem Erfolg durchgesetzt. Inzwischen sind die bunten Bahn-Fahrräder in der bayerischen Landeshauptstadt zum Kultobjekt geworden - und aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Ein Erfolg, den die Deutsche Bahn in Berlin wiederholen möchte.

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Das Konzept von "Call-A-Bike" ist modern und einfach zugleich: per Telefon muß sich der Kunde vor der ersten Fahrt registrieren lassen. Bei BahnCard-Kunden reicht sogar die Kartennummer. Einmalig wird dann eine Pauschale von 15 Euro abgebucht. Sie wird bei den anschließenden Fahrten mit der Entleihgebühr zwischen 3 und 5 Cent pro Minute verrechnet, je nach Tarif.

Auf den Mietfahrrädern finden Kunden eine Telefonnummer. Sie verbindet sie mit einem Call-Center, der das Fahrrad dann freischaltet. Das elektronische Schloß am Fahrrad kann nun mit einer Codenummer geöffnet werden. Mit diesem einfachen System hofft der Geschäftführer der Bahn-Tochter DB Rent, Rolf Lübke, auch in Berlin viele Mieter für die Fahrräder zu finden.

O-Ton (ors07051) Rolf Lübke, Geschäftsführer DB Rent (19 sec.)

Erstens, Berlin ist eine Touristenstadt, hat also Bedarf an individueller Mobilität. Zweitens: Berlin ist eine Fahrradstadt, hat viele Fahrradwege, ist flach. Drittens natürlich: die Bahn hat ihr Hauptquartier in der Stadt, ist Bundeshauptstadt. Und so macht es schon Sinn, nach dem Piloten in München, Berlin auszuwählen.

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Zunächst werden 1.200 Fahrräder in Berlin verteilt. Ihre Zahl soll in den kommenden Wochen auf 2.000 steigen. Sie werden an 5 Berliner Bahnhöfen und zentralen Kreuzungen in der Stadt deutlich sichtbar aufgestellt. Nach der Fahrt müssen die Kunden das Callbike an einer Kreuzung anketten und den Standort telefonisch durchgeben. Wird das Fahrrad innerhalb des Berliner S-Bahnringes abgestellt, fallen keine weiteren Gebühren an. Außerhalb dieses Kerngebietes wird eine Gebühr von 10 Euro fällig. Für die meisten Berliner und Touristen gibt es innerhalb des S-Bahnringes aber genügend Ziele zu "erfahren" - das Gebiet umfasst eine Fläche von rund 100 Quadratkilometer.

O-Ton (ors07052) Rolf Lübke, Geschäftsführer DB Rent (17 sec.)

Interessant ist es hier in Berlin für die Leute, die in Berlin wohnen, aber auch für die Touristen, die mit dem Zug nach Berlin anreisen. Und es soll ja eigentlich auch Sinn geben, dass wir die Reisekette ergänzen, dass sie hier in Berlin mobil sind und kurze Strecken mit dem Fahrrad fahren und brauchen nicht jedes Mal ein Auto oder einen Bus.

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Call-A-Bike ergänzt somit das Mobilitätskonzept der Deutschen Bahn. Denn neben den Fahrrädern bietet das Unternehmen bereits mit ihren Carsharing-Partnern Mietwagen an vielen Bahnhöfen an. Das Mietfahrrad soll nun das Angebot der Bahn abrunden.

O-Ton (ors07053) Rolf Lübke, Geschäftsführer DB Rent (17 sec.)

Call-A-Bike soll eigentlich dazu beitragen, die Reisekette im Vor-und Nachlauf der Bahn zu komplettieren, also die geschlossene Reisekette darzustellen. Wir haben jetzt die zweite Stadt. Wenn es auch hier positiv läuft, werden wir uns Gedanken machen über weiter Städte.

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In München kam es im ersten Jahr von Call-A-Bike zu erstaunlich wenigen Diebstählen. Die bunten Mietfahrräder sind schließlich zu eigenwillig konstruiert, um sie weiterverkaufen zu können. Um die Einzelteile der Fahrräder abzubauen, ist außerdem Spezialwerkzeug erforderlich. So sollen diebische Fahrrad-Liebhaber abgehalten werden. Die Deutsche Bahn hofft, dass sich so die Erfolgsgeschichte von "Call-A-Bike" auch in Berlin fortsetzen lässt.
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