Früherer ÖVP-Politiker Josef ARTHOLD gestorben

ÖAAB-Politiker ARTHOLD: Hauptinteresse galt dem "menschlichem Lebensraum"

Wien, den 30.7.2002 (VP-Klub) Gestern, Dienstag den 30.Juli verstarb der langjährige Wiener Abgeordnete Josef ARTHOLD nach längerem schweren Leiden im 68.Lebensjahr.***

Josef ARTHOLD wurde am 9.April 1934 als ältester von drei Söhnen einer alteingesessenen Bauernfamilie in Hausbrunn im Weinviertel geboren. Nach dem Besuch der Lehrerbildungsanstalt bei den Schulbrüdern in Strebersdorf wurde Arthold zunächst Volksschul-, später Berufsschullehrer. Ab 1968 leitete er als Direktor die kaufmännische Berufsschule für Großhandel in Wien.
Schon in jungen Jahren schloß er sich den christlichen Gewerkschaftern an und wurde Fraktionsführer in der Bundessektion der Berufsschullehrer. Anfang der Sechzigerjahre organisierte er die Berufsschullehrer auch im ÖAAB und wird der Landes- und Bundesobmann. Mit seiner Übersiedlung nach Favoriten im Jahr 1959 begann ARTHOLDs politische Tätigkeit in der ÖVP-Bezirksorganisation, die er ab 1972 zwanzig Jahre lang als Bezirksparteiobmann wesentlich mitbestimmte. 1971 erfolgte ARTHOLDs Angelobung im Wiener Landtag und Gemeinderat. Dort war er zunächst in den Gemeinderatsausschüssen für Hochbau, Personal und Betriebsreform tätig, ab 1973 für Personal und allgemeine Verwaltung, ab 1976 für Personal und Sport sowie für Stadtplanung, ab 1979 war er Mitglied in den Ausschüssen Stadtplanung, Umwelt und Freizeit. In diesen Jahren galt ARTHOLDs politische Arbeit dem Wiener Sportgeschehen, der Bürgermitwirkung in der Stadtplanung, sowie der Grünraum- und Freizeitplanung. Die Probleme des Kleingartenwesens sowie der Stadtplanung im 10.Wiener Gemeindebezirk waren ihm ein besonderes Anliegen. 1983 wurde ARTHOLD Vorsitzender des Gemeinderats.

Acht Jahre lang, von 1986 bis 1994 wirkte ARTHOLD als Wiener Abgeordneter im Österreichischen Nationalrat. In seiner politischen Tätigkeit widmete er sich vor allem Themen der Jugend, des Sportes und der Umwelt. Im Parlament war er Fraktionsführer für Umweltfragen. Nach seinem Ausscheiden aus dem Hohen Haus wurde ARTHOLD von allen vier Parteien zum Vorsitzenden des parlamentarischen Umweltrates gewählt und wirkte in dieser Funktion bis zu seinem Tod.

Der Sport- und Fußballfreund ARTHOLD gründete die Union Süd Wien und führte sie ein Vierteljahrhundert als Obmann. Fast drei Jahrzehnte war ARTHOLD für die Wiener Austria tätig. Als Pensionist galt seine Liebe der Lipizzanerzucht.

Für die ÖVP ist das Ableben von Josef ARTHOLD ein großer Verlust. ARTHOLD hatte sich große Verdienst u.a. in der Verankerung des Berufsschulwesen und im Bildungsbereich der ÖVP erworben. Wie er selbst einmal sagte, ergab sich die Beschäftigung mit der Bildungspolitik durch seine berufliche Herkunft als Lehrer, sein Hauptinteresse habe allerdings stets dem menschlichen Lebensraum gegolten.

Der Wiener ÖAAB-Obmann und Klubobmann Dr.Matthias Tschirf erinnert sich aus der zwanzigjährigen gemeinsamen politischer Arbeit: "Josef ARTHOLD war einer, der gerne mit allen diskutierte und ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürger hatte. In seiner charmanten ruhigen Art hat er viel erreicht und Gehör für seine Anliegen gefunden. Ich habe ihn sehr geschätzt. Seine grundsolide christlich-soziale Werthaltung war für ihn stets der Maßstab für politisches und menschliches Handeln. Darin war er für viele und auch für mich ein großes Vorbild."

Für seine Aktivitäten wurde Josef ARTHOLD vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Großen Silbernen Ehrenzeichen der Republik Österreich, dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien, dem Ehrenring der ÖVP Wien in Gold, dem Goldenen Ehrenzeichen des ÖAAB Wien, als Ehrenobmann der ÖVP Favoriten, dem Leopold Kunschak Ring in Gold.

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