FP-Landauer: "Drogenmeile Westbahnhof" wurde offenbar aufgegeben!

Exekutive und Sozialarbeit kapitulieren vor den katastrophalen Zuständen rund um die Drogenmeile Westbahnhof!

Wien, 31-07-2002 (fpd) - Seit vielen Jahren kritisieren die Wiener Freiheitlichen die unhaltbaren und menschenverachtenden Zustände rund um den Wiener Westbahnhof.
Drogenverkauf, Drogenmißbrauch, Beschaffungskriminalität sowie illegale Prostitution machen den Anrainern aber auch den vielen tausend Benützern des Verkehrsknotenpunktes Westbahnhof das Leben zur Hölle. Für junge Frauen und Mädchen wird in den Abendstunden ein Spaziergang auf der äußeren Mariahilferstraße durch aufdringliche Freier zum Spießrutenlauf, kritisierte heute die Sozialsprecherin der Wiener Freiheitlichen, Stadträtin Karin Landauer die neu aufgeflammte Diskussion um die Zukunft des Grätzels rund um den Wiener Westbahnhof.

Die Wiener Stadtverwaltung verschließt vor soviel menschlichem Leid die Augen und versuchte schon in den vergangen Jahren diese Zustände schönzureden bzw. die freiheitlichen Kritikpunkte als "Panikmache" in Abrede zu stellen.

Die nunmehr kolportierte Schließung des Bahnhofsozialdienstes am Wiener Westbahnhof kommt dabei einer Kapitulation vor der Drogenpest gleich. Offenbar ist die zuständige SP-Stadträtin Laska durch die hohen Temperaturen der letzten Wochen dermaßen außer Rand und Band geraten, daß sie die Untauglichkeit ihrer bisher eingesetzten Waffen gegen die Drogenepidemie nunmehr mit einer neuerlichen "Wahnsinnstat" zusätzlich problematisieren will. Anstatt endlich greifbare und wirksame Maßnahmen zu setzen, liefert sich hingegen die MA 12 mit der Caritas und der Obdachlosenzeitung Augustin lapidare Scheingefechte, wobei darüber gestritten wird, ob und wann es schließlich doch noch zu einer Schließung kommen soll.

"Wie hier auf dem Rücken der hilfsbedürftigen Menschen und vor allem auch auf den Nerven der Anrainer herumgetreten wird, zeugt nicht nur von einem unglaublichen Zynismus, es stellt in Wirklichkeit auch das völlige Versagen der Wiener Stadtregierung und der verantwortlichen Magistratsabteilung in einer noch nie dagewesenen Klarheit bloß. Eine Karikatur desaströser Sozialpolitik wird den Wienerinnen und Wienern durch die SP-Stadtregierung tagtäglich veranschaulicht", so Stadträtin Karin Landauer.

"Bei all den technokratischen Wortmeldungen, bezüglich der besseren Verwaltbarkeit durch Umsiedlung und Schließung dürfte den Stadtverantwortlichen jedoch eines völlig entgangen sein: Rund um den Westbahnhof entwickelt sich gerade eben ein Ghetto von aus der Bahn geworfenen Menschen, die von der Stadt fallengelassen wurden. Die Anrainer, die mittlerweile bis an die absolute Grenze der Belastbarkeit durch diese Zustände in ihrer Lebensart massiv beeinträchtigt werden, sind von der Bürgermeisterpartei ebenfalls völlig im Stich gelassen worden. Die Drogenmeile Westbahnhof steht daher als Mahnmal für das absolute Versagen der Wiener SPÖ-Stadtregierung und zeugt von der menschenverachtenden Politik, die einer Stadt in Europa unwürdig ist", so Landauer abschließend.

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