WIR GRATULIEREN Runde Geburstage im August

Wien (PK) – Im August feiern folgende (ehemalige) MandatarInnen runde Geburtstage:

Der ehemalige Abgeordnete Ökonomierat Rudolf GURTNER (V) – 75. Geburtstag am 11. August,

der ehemalige Abgeordnete Franz RUHALTINGER (S) – 75. Geburtstag am 13. August,

der ehemalige Abgeordnete Reinhold SCHEUCHER (S) – 65. Geburtstag am 16. August,

der ehemalige Bundesrat Siegfried HERRMANN (S) – 60. Geburtstag
am 16. August,

der ehemalige Abgeordnete Dr. Walter HAUSER (V) – 80. Geburtstag am 18. August,

der ehemalige Abgeordnete Dr. Stephan TULL (parteilos) – 80. Geburtstag am 20. August,

die Bundesrätin Herta WIMMLER (V) – 60. Geburtstag am 26. August.

FRANZ RUHALTINGER 75

Seinen 75. Geburtstag feiert am 13. August der langjährige Zentralbetriebsratsobmann der VÖEST Franz Ruhaltinger, der dem Hohen Haus von 1979 bis 1990 als Abgeordneter angehörte.

Ruhaltinger wurde am 13.8.1927 in Neukirchen am Walde geboren und erlernte nach der Pflichtschule den Beruf eines Werkzeugschmieds. 1948 trat er in die VÖEST ein, wo er als Hüttenarbeiter und später als Kranführer tätig war. Bereits 1952 wurde Ruhaltinger Vertrauensperson, 1959 avancierte er zum Arbeiterbetriebsrat. Ab 1972 gehörte Ruhaltinger dem zentralen Betriebsrat der VÖEST an, zunächst als stellvertretender und ab 1977 als Obmann. Überdies wirkte er als stellvertretender Obmann der Gewerkschaft Metall-Bergbau-Energie und als oberösterreichischer ÖGB-Obmann.

Zu Beginn der XV. Gesetzgebungsperiode zog Ruhaltinger in den Nationalrat ein, dem er durch drei Perioden hindurch angehörte.
Er machte sich einen Namen als engagierter Fürsprecher von Arbeitnehmerinteressen und zählte gleichzeitig zu den Stützen der Sozialpartnerschaft.

WALTER HAUSER 80

Mit österreichischer Sozialpartnerschaft, Justiz und Nationalrat ist in den sechziger wie siebziger Jahren untrennbar der Name
Walter Hauser verbunden. Der Weg dorthin war schon vorgezeichnet, als der am 18. August 1922 in Wien geborene Hauser nach Abschluss des humanistischen Gymnasiums Rechts- und Staatswissenschaften an der Alma Mater Vindobonensis studierte, 1947 zum Doktor iur. promovierte und noch im gleichen Jahr in die
Bundeswirtschaftskammer eintrat. Dort war er als Sekretär der Industriesektion tätig, führte Kollektivvertragsverhandlungen mit den Gewerkschaften und Verbänden, seine Spezialgebiete lagen im Arbeits- und Sozialversicherungsrecht, in der industriellen Sozialpolitik.

Mitte Dezember 1962 begann Walter Hauser seine politische
Karriere im Nationalrat, dem er als Abgeordneter der ÖVP und Mitglied zahlreicher Ausschüsse, insbesondere des Justiz-, Verfassungs- und Sozialausschusses, während sechs Legislaturperioden über 20 Jahre lang angehörte. Sei es in der Funktion des Justizsprechers seiner Partei oder der eines Vorsitzenden bzw. Obmann-Stellvertreters des Justizausschusses,
den er von 1966 bis 1970 leitete - Hauser war ein "Mann der Konsensdemokratie", des parlamentarischen Interessenausgleiches
nach den von ihm hochgehaltenen ungeschriebenen Regeln der Sozialpartnerschaft. Er wirkte maßgeblich am Grundsatzkonzept der ÖVP betreffend die Rentendynamik, bei der Einführung der 45-Stunden-Woche und am einvernehmlichen Zustandekommen des Arbeitsverfassungsgesetzes mit; als Fraktionssprecher vertrat er
bei der Plenarsitzung im November 1973 den Standpunkt der Volkspartei zur Fristenlösung im Rahmen der großen Strafrechtsreform.

Anlässlich der vorzeitigen Beendigung der XV.
Gesetzgebungsperiode im März 1983 nahm auch Walter Hauser
gemeinsam mit Justizminister Christian Broda, dem er über weite Strecken Partner, aber auch Widerpart war, Abschied vom
Parlament. Selbst in seiner letzten Rede, die er zum Strafrechtsänderungsgesetz hielt, blieb Hauser seiner Linie treu:
"Besonnene Abgeordnete müssen das Rückgrat dieses Plenums
bleiben. Wir sind ein großes Kollektiv, ein Organon des Volkswillens, und so soll es auch sein." (Schluss)

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