FSG: FP-Vorschläge für die AHS sinnlos: "Rausschmeißen oder gar nicht reinlassen ist Holzweg"

Regierung lenkt von eigenen Fehlern ab

Wien (FSG). Keinen Sinn kann der sozialdemokratische AHS-Lehrergewerkschafter Michael Zahradnik in den Vorschlägen der FPÖ, Aufnahmetests für junge AHS-Lehrkräfte einzuführen und 10jährige nach einem halben Schuljahr per Klassenkonferenz die Eignung für die AHS abzusprechen, ausmachen.
Schon jetzt lasse ein Schulpraktikum Lehramtsstudenten frühzeitig Erfahrungen mit der Unterrichtspraxis machen. Und die AHS-Eignung der Kinder der 1. Klasse werde ohnedies durch die Noten zum Ausdruck gebracht, die Eltern werden auch schon durch das Frühwarnsystem früh über mögliche Probleme in Kenntnis gesetzt. "Schülern mit positiven Noten per Klassenkonferenz die AHS-Eignung absprechen zu wollen ist unsinnig" meint Zahradnik. "Ebenso willkürliche Zugangsbeschränkungen zum Lehramtsstudium. Beide Vorschläge entsprechen bloß wieder jenem autoritären Lösungsmodell, mit dem die Freiheitlichen an alles herangehen: rausschmeißen oder gar nicht erst reinlassen."++++

Michael Zahradnik stellte auch klar, dass nicht von einer "Lehrerschwemme" gesprochen werden könne: Die Anzahl der JunglehrerInnen sei nicht gewachsen - nur seien durch Maßnahmen der Regierung (z.B. die Nichteinrechnung der Klassenvorstandsstunden oder die Anhebung des Pensionsalters) deren Anstellungschancen deutlich gesunken.

"Das übliche Ablenkungsmanöver, um die eigenen Fehler zuzudecken", meint Michael Zahradnik.

FSG, 31. Juli 2002
Nr. 068

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Mag. Michael Zahradnik
Vorsitzender der FSG-AHS-LehrerInnen
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