Brosz: Beobachtungsverfahren bei AHS-Aufnahme ist pädagogischer Unfug Utl: Ausleseverfahren für LehrerInnen widerspricht freiem Hochschulzugang

Wien (OTS) "Das von FP-Schweitzer vorgeschlagene Ausleseverfahren bei der Aufnahme in die AHS ist schwerster pädagogischer Unfug. Als ehemaliger AHS-Lehrer sollte sogar Schweitzer bewusst sein, dass gerade die Übertrittsphase für SchülerInnen eine erhöhte Belastung mit sich bringt. Übertrittschwierigkeiten mit Schulverweisen zu sanktionieren, kann wohl nicht die Lösung sein", so Dieter Brosz, Bildungssprecher der Grünen.

Zudem habe gerade die PISA-Studien eindrucksvoll belegt, daß eine frühe Aufteilung der SchülerInnen auf Hauptschule und Gymnasium nicht sinnvoll ist. Länder, die auf eine derartige Selektion verzichten, verbessern die Chance von Kindern aus weniger begüterten Familien und erreichen insgesamt bessere Gesamtergebnisse. "Die FPÖ dagegen möchte neue Hürden errichten und damit wohl Kinder aus weniger begüterten Familien benachteiligen", so Brosz.

Ablehnend reagiert Brosz auch auf den Vorschlag des FP-Bildungssprechers Schender nach einem Ausleseverfahren für LehrerInnen, mit dem der freie Hochschulzugang eingeschränkt werdwürde. "Wer auf Finnland verweist, muss das gesamte System heranziehen. In Finnland gibt es zwar Aufnahmeverfahren, aber an allen Universitäten. Gleichzeitig wird in jährlichen Vereinbarungen zwischen dem Ministerium und den Instituten die Zahl der Studienplätze festgelegt. Für 70 % der AbsolventInnen höherer Schulen, die in Finnland von einem Großteil der SchülerInnen besucht werden, müssen Hochschulplätze zur Verfügung stehen. Finnland hat eine der höchsten AkademikerInnenraten in der EU, Österreich rangiert am untersten Ende. Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen," kritisiert Brosz.

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