Kuntzl zu FPÖ-Ideen im Schulbereich: Die restriktiven Vorschläge sind alte, abgelegte Hüte

Wien (SK) "Der FPÖ fällt bei sämtlichen Problemfeldern in
der Schulpolitik nichts weiter ein, als restriktive Maßnahmen zu fordern", kritisierte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl am Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. In der Tageszeitung "Kurier" brachten die FPÖ-Politiker Schender und Schweitzer ihre Ideen zum Bildungssystem dar. "Mit dem von Schweitzer geforderten 'Beobachtungsverfahren' bringt die FPÖ nur wieder den alten Hut des Ausleseverfahrens für die Gymnasiasten. Und das, nachdem bereits die Idee der Aufnahmetests nach allgemeinem Protest wieder zurückgezogen werden musste", betonte Kuntzl. Auch die vorgestellten Ausleseverfahren für Lehrer lehnt die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin ab. ****

Besonders kritisierte Kuntzl, dass nach einem halben Jahr die Klassenkonferenz entscheiden soll, ob ein junger Mensch für einen Schultyp taugt oder nicht. "Da wird keine Rücksicht genommen auf eine Entwicklungsphase, oder ein schlechtes Zusammenspiel zwischen Eltern, Lehrern und Schüler, das sich vielleicht in einer anderen Klasse oder einer anderen Schule des gleichen Schultyps völlig anders darstellen würde", sagte Kuntzl und stellte in Richtung FPÖ die Frage: "Wohin sollen die Kinder, die - nach den Vorstellungen der FPÖ - von der Klassenkonferenz nach einem halben Jahr als für einen bestimmten Schultyp nicht geeignet befunden wurden? Stehen diese Kinder dann auf der Straße?"

Die FPÖ-Ideen bezüglich der Zugangsbeschränkungen zum Lehramtsstudium gehen für Kuntzl ebenfalls "völlig am Kern der Sache vorbei. Die FPÖ versucht damit die sichtbaren Folgen des extremen Sparkurses im Bildungsbereich zu überspielen". Zielführend wäre für die SPÖ eine Verbesserung der Qualität der Lehramtsausbildung und eine damit verbundene leichtere Durchlässigkeit in verwandte Berufsfelder. (Schluss) up

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