SPEZIALKURSE FÜR BERUFSKRAFTFAHRER

KfV unterstützt Training für Wiener Berufskraftfahrer: Mehr als 150 haben bereits das Gütesiegel "Safety Driver" erhalten

Wien (OTS) - Berufskraftfahrer sind Menschen mit hoher Verantwortung. Schließlich heißt es jeden Tag auf's Neue: Mit voller Konzentration voraus. Risikofaktoren wie Übermüdung, zu hohe Geschwindigkeit, mangelnde Konzentration oder unsachgemäß gesichertes Ladegut können schwere Unfälle verursachen - durch letzteres wird sogar jeder vierte Lkw-Unfall verursacht. Die Wiener Wirtschaftskammer nahm - mit Unterstützung des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV), ARBÖ, ÖAMTC, AUVA, WIFI, WAFF sowie Banken und Versicherungen - diesen Umstand zum Anlass und startete eine umfassende Aktion zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.

Im Rahmen dieser Aktion werden Wiener Berufslenkern, vom Taxi- bis zum Lkw-Lenker, Intensivkurse angeboten, deren Schwerpunkte besonders auf Fahrsicherheitstrainings, Verkehrspsychologie, Ladungssicherheit und Stressmanagement liegen. Der zweiteilige Intensivkurs umfasst ein Fahrsicherheitstraining bei ÖAMTC und ARBÖ, ein Gespräch mit Verkehrspsychologen des KfV sowie Kurse, deren oberstes Ziel der richtige Umgang mit Gefahrensituationen und Stress sowie die Selbstmotivation der Fahrer ist.

Thann: "Endlich wird etwas getan"

KfV-Direktor Dr. Othmar Thann freut sich über die Ausbildungs-Offensive "Safety Driver" der Wirtschaftskammer: "Endlich wird einmal etwas getan! Gerade im Berufskraftfahrer-Bereich ist eine zusätzliche Ausbildung in Form von bewusstseinsbildenden Maßnahmen entscheidend. Denn, passiert in dieser Berufssparte ein Fehler steht nicht nur der Bürosessel auf dem Spiel, sondern möglicherweise ein Menschenleben. Diese Aktion bietet einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit im Verkehr - der eigenen und der von allen anderen Verkehrsteilnehmern".

Gütesiegel für 150 Absolventen

Damit die Zusatzausbildung für Berufskraftfahrer von jedermann/frau auch deutlich sichtbar wird gibt es die "Safety Driver"-Plakette. Dieses Gütesiegel wurde kürzlich den ersten 150 Absolventen dieser Spezialkurse verliehen. Die Aktion "Safety Driver" soll zunächst bis zum Jahr 2005 durchgeführt werden. Angedacht ist eine Ausweitung der Aktion auf andere Bundesländer sowie für Werkverkehrsflotten.

21 Todesopfer im Straßenverkehr während der vergangenen Woche, davon 13 am Wochenende

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 11 Pkw-Insassen (davon 9 Lenker), 1 Lkw-Lenker, 4 Motorrad-Lenker, 2 Moped-Lenker und 3 Radfahrer ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mussten nichtangepasste Fahrgeschwindigkeit (9), Herzversagen (2), Überholen (1), Vorrangverletzung (1), Unachtsamkeit (1), Abstandfehler (1) und Sonstige (3) festgestellt werden. Bei drei Verkehrsunfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. Alkoholisierung war bei einem Verkehrsunfall Mitursache.10 der 21 Verkehrsunfälle waren sogenannte Alleinunfälle. 2 tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet. 1 Fahrzeuglenker hatte keine Lenkberechtigung. Vom 1. Jänner bis zum 28. Juli dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 489 Verkehrstote (30-Tages-Fristabgrenzung berücksichtigt bis Ende Juni), im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 509 Menschen tödlich.

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Kuratorium für Verkehrssicherheit
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