FP-Marchat: Prölls Aussagen zu Stadler "völlig daneben!"

Wo bleibt Mitgefühl für die Opfer in der in der Zeit von 1945 bis 1955?

St. Pölten (OTS) - "Landeshauptmann Pröll sollte sich besser Gedanken darüber machen, wie man die Menschen in unserem Bundesland, die unter der russischen Besatzung in der Zeit von 1945 bis 1955 am schwersten gelitten haben, noch nachträglich entschädigen kann, anstatt sich zu überlegen, wie man Volksanwalt Stadler Kompetenzen wegnimmt, die er gar nicht innehat!" So reagierte heute der freiheitliche Landesparteisekretär Franz Marchat auf einen von Pröll lancierten Artikel in der heutigen Ausgabe der Niederösterreichischen Nachrichten. ****

Die Agenden für Landes- und Gemeindeangelegenheiten, so Marchat weiter, lägen bei VP-Volksanwältin Rosemarie Bauer, es sei daher sehr verwunderlich, daß Pröll nicht einmal über die Kompetenzen seiner VP-Bezirksparteikollegin aus dem Bezirk Hollabrunn Bescheid wisse. Marchat wörtlich: "Man kann andererseits aber von einem Landeshauptmann, dessen vorwiegende Tätigkeit sich in Festspieleröffnungen und Erscheinen in Klatschspalten erschöpfe, nicht verlangen, sich auch noch in die "politische Literatur" von Land und Bund einzulesen!" Das Verhältnis des NÖ Landeschefs zur Literatur sei ja mittlerweile ohnedies bestens bekannt.

Wenn Pröll nun Volksanwalt Stadler, der von allen Volksanwälten den größten Klientenanteil innehabe und dessen Sendung die meisten Zuseher aller drei Volksanwälte aufweise, mangelnde Objektivität vorwerfe, so sollte der Landeshautmann einmal "vor der eigenen Türe kehren". "In Niederösterreich gibt es bei Personalvertretungswahlen für 18.000 (VP-)Landesbedienstete eine einzige Wahlliste!", stellte Marchat fest, und was die Kontrolle im Land betreffe, so sei es seit 1945 "traditionell", daß sich die größte Partei des Landes ausschließlich selbst kontrolliere.

Was ihn, Marchat, aber besonders betroffen mache, sei die Tatsache, daß Pröll in der derzeitigen Diskussion um die heimischen Opfer der Besatzungszeit nach wie vor keinerlei Mitgefühl mit den Opfern ausgedrückt habe. "Prölls Angriff auf Stadler ist eher darauf zurückzuführen, daß es der Landeshauptmann nicht gewohnt sei, daß ein anderer Niederösterreicher tagelang öfter in den Medien aufscheine als er!", schloß Marchat.

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