Prammer zu Rauch-Kallat: Steuerliche Absetzbarkeit der Kinderbetreuung ist Irrweg

Wien (SK) Von einem "Irrweg" sprach am Samstag SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer als Reaktion auf die von ÖVP-Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat bestätigte ÖVP-Forderung nach einer möglichen steuerlichen Absetzbarkeit von Kinderbetreuung. "Mit diesen Steuergeschenken für Wohlhabende wird nur vom dringend nötigen Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen abgelenkt", so Prammer gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Die ÖVP-Generalsekretärin sei weiters "am Holzweg", wenn sie den Bedarf an Betreuungsplätzen anzweifle. Die Zahl der cirka 100.000 fehlenden Plätze sei nicht aufgrund der Anmeldungen ermittelt worden, sondern aufgrund der Daten der vorigen Volkszählung berechnet. Das "ständige Verneinen der Notwendigkeit des Ausbaus der Betreuungsplätze" hält Prammer für eine "pure Kopf-in-den-Sand-steck-Mentalität, die an den tatsächlichen frauen-und familienpolitischen Erfordernissen vorbeigeht, dafür aber dem angestammten Klientel der Volkpartei - nämlich den Besserverdienenden - nützt".

Bester Beweis für den Bedarf an Betreuungsplätzen ist für Prammer auch die Tatsache, dass junge Eltern ihre Kinder "eben weil zu wenig Plätze vorhanden sind" in mehreren Betreuungseinrichtungen anmelden, so Prammer abschließend. (Schluss) up

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SK1