Keusch: Auch Unternehmer tragen Verantwortung gegenüber Lehrlingsausbildung

Lastenausgleich zwischen den Betrieben als wichtige Forderung für die Zukunft

St. Pölten, (SPI) - "Man muß die Gepflogenheiten von etlichen Großbetrieben, selbst zwar keine Lehrlinge auszubilden, aber gut ausgebildete Fachkräfte von Klein- und Mittelbetrieben abzuwerben, künftighin stärker unterbinden", betont der SPNÖ Finanzsprecher LAbg. Eduard Keusch. "Diese Kavaliersdelikte nehmen immer stärker überhand und führen zu einer untragbaren Situation für Ausbildungsbetriebe. Kaum ausgebildet, suchen die Mitarbeiter das Weite und finden sich in Großunternehmen wieder. Das bitte, kann es wohl nicht sein!" LAbg. Keusch appelliert an die gewerbliche Wirtschaft wieder mehr Lehrlinge auszubilden und ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft nachzukommen. Als wichtigste Maßnahme für die Zukunft nennt der Abgeordnete die Schaffung eines Lehrlingsfonds, der einen Lastenausgleich zwischen den Betrieben ermöglichen soll. Eine Forderung, die auch im kürzlich vorgestellten "10-Punkte-Programm zur Lehrlingsausbildung" der SPÖ zu finden ist. "Nicht nur aus Fairness-Gründen ist dieser Fonds wichtig, wir brauchen ihn auch um Klein- und Mittelbetriebe finanziell entlasten und jeden Jungendlichen eine fundierte Berufsausbildung ermöglichen zu können."

Die Situation ist äußerst besorgniserregend. Allein im Bezirk Amstetten suchen derzeit 88 Jugendliche eine Lehrstelle. Dem Bedarf steht das magere Angebot von 26 offenen Lehrstellen gegenüber. "Viele Betriebe bilden nicht mehr aus, oder nur mehr was sie zur Deckung des Eigenbedarfs benötigen. Das Problem ist bis dato in Niederösterreich substantiell nicht angegangen worden. Dem setzt nun die SPÖ eine zukunftsweisende Initiative entgegen, nicht nur um die Lehrlingsausbildung quantitativ, sondern auch qualitativ zu verbessern", betont LAbg. Eduard Keusch. "Gelingt es die notwenigen Rahmenbedingungen zu schaffen, wird sich die Situation auch wieder entspannen. Die Qualifikation unserer Jugend ist das Fundament auf der zukünftige wirtschaftliche Erfolge aufgebaut werden. Jungen Menschen das Vertrauen in ihre Zukunft nicht verlieren zu lassen ist dabei eine wichtige Aufgabe der Politik", so der Amstettner Mandatar LAbg. Eduard Keusch abschließend. rs

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